Buß- und Bettag

Schwarmstedt. Am Mittwoch, 21. November, ist Buß- und Bettag. In vielen evangelischen Kirchen der Region finden besondere Gottesdienste zu diesem Feiertag statt, der auf Notzeiten zurückgeht. Die Bedeutung dieses Tages ist eine dreifache: Erstens tritt die Kirche an diesem Tag vor Gott fürbittend für die schuldig gewordenen Gläubigen ein. Zweitens übt sie ihre Wächterfunktion gegenüber schuldhaften Entwicklungen der Gegenwart aus, die sie kritisch beleuchtet.
Und drittens bietet der Buß- und Bettag dem einzelnen Gläubigen eine besondere Gelegenheit zur Prüfung des eigenen Gewissens vor Gott. Sünden, das heißt Dinge, die falsch laufen im Leben, sollen eingestanden und bereut werden. Die Gottesdienste an diesem Tag enthalten deshalb in der Regel eine allgemeine Beichte in der Form eines gesprochenen Sündenbekenntnisses. Sie bieten Gelegenheit, Gott um Vergebung der Sünden zu bitten und sich diese Vergebung zusprechen zu lassen. Besondere Zeiten der gemeinsamen Buße und des Gebetes hat es schon seit der Antike gegeben. Im 19. Jahrhundert gab des in den 28 deutschen Ländern insgesamt 47 Bußtage an vier unterschiedlichen Terminen. 1893 wurde der Buß- und Bettag einheitlich festgelegt auf den Mittwoch vor dem letzten Sonntag des Kirchenjahres (Ewigkeits- oder Totensonntag). Auch
wenn er seit 1995 in Deutschland (außer in Sachsen) kein arbeitsfreier Tag mehr ist, wird er von der evangelischen Kirche weiterhin mit besonderen Gottesdiensten gefeiert. Doch auch außerhalb der Kirche wird die Abschaffung des Buß- und Bettages als gesetzlichem Feiertag weithin als Fehler angesehen, zumal der positive Effekt zur Entlastung der Arbeitgeber, den sich die damalige Bundesregierung davon versprochen hatte, ausgeblieben ist. In der Region finden am 21. November folgende Gottesdienste zum Buß- und Bettag
statt:
GILTEN
19 Uhr Gottesdienst in Suderbruch mit Posaunenchor (Pastor Bisping)
SCHWARMSTEDT
10 Uhr Schülergottesdienst zum Buß- und Bettag
19 Uhr Gottesdienst in Suderbruch mit Abendmahl, Pastor Bisping