Christiane Kiesé verlässt die KGS

Christiane Kiese wurde verabschiedet.

Eine erfolgreiche Schulsozialpädagogin verabschiedet sich

Schwarmstedt. Mit Gabriele Wolters kam 2004 die erste Schulsozialpädagogin an die KGS Schwarmstedt; ihr Arbeitsbereich ist schwerpunktmäßig die Betreuung des Ganztagsbereichs. Schnell merkte man an der Schule, dass der Einsatz von Gabriele Wolters an vielen Stellen weiterhilft und die Anfragen nahmen stetig zu. Da sich gerade im Bereich der Hauptschule eine aufwändige Beratung segensreich auswirkt, stellte die damalige Didaktische Leiterin Barbara Kreuzer 2007 den Antrag auf Zuweisung einer Fachkraft zur Profilierung der Hauptschule aus einem Förderprogramm der Landesregierung. Unter den Bewerbern wurde Christiane Kiesé von der Pestalozzi-Stiftung ausgewählt; ein Glücksgriff, wie man heute weiß.
Obwohl Christiane Kiesé aus Kostengründen zunächst lediglich mit einer Viertelstelle arbeiten konnte (halbe Stelle ab 1.3.2009), schaffte sie es schnell, die Schülerinnen und Schüler in ihrem Übergang von der Schule in den Beruf nachhaltig zu unterstützen. Sie besuchte die Jugendlichen in ihren Klassen, führte Einzelgespräche in ihrem Büro durch und leitete mit Frau Kanning und später mit Frau Bönning von der Volkshochschule das so genannte MiniBIZ, bei dem Schülerinnen und Schüler an jedem Montag Nachmittag Tipps für Lehrstellen, Berufsschulauswahl und Bewerbung erhielten. Das vielfältige Berufsorientierungsprogramm der Schule mit Praktika, Betriebsbesichtigungen, Praxistagen und dem Berufsinformationstag in jedem Schuljahr wurde von Christiane Kiesé begleitet und unterstützt. Schnell hatte sie zu vielen Menschen in der Samtgemeinde Schwarmstedt Kontakte geknüpft und konnte so manch einem hilflosen Jugendlichen bei der Wahl der Praktikums- oder der Lehrstelle wertvolle Tipps geben. Die Initiative des Rotary Clubs Aller Leine Tal, jeder Hauptschülerin und jedem Hauptschüler eine Patin oder einen Paten zur Seite zu stellen, begleitete Christiane Kiesé von Anfang an. Sie nutzte ihre Kontakte und ihr Organisationstalent um dieses Projekt zu einem Erfolgsmodell werden zu lassen, das über die Landkreisgrenzen hinaus Aufsehen erregt. Christiane Kiesé hatte erkannt, dass für die Begleitung der jungen Menschen und die Stärkung der Hauptschule die Vernetzung mit Einrichtungen und Partnern der Jugendarbeit, der Jugendhilfe und der Wirtschaft von immenser Bedeutung ist. Auch mit der Berufsschule, der Schule an der Alten Leine, der Berufsberaterin der Agentur für Arbeit, mit den Teilnehmern des Arbeitskreises „Übergang Schule – Beruf“ des Bildungsvereins, der Kirchengemeinde und den Schulsozialpädagogen im Landkreis arbeitete sie eng zusammen. Zur Leibniz Universität Hannover gab es Kontakte zur professionellen Dokumentation des Patenprojekts und zur Leuphania Universität Lüneburg im Rahmen der Sommerakademie für Schüler/innen der 8. Hauptschulklassen. Am intensivsten war jedoch die Zusammenarbeit mit NIKO-Fachkraft Christian Biringer und mit Gabriele Wolters. Gemeinsam mit diesen beiden Sozialpädagogen arbeitete Christiane Kiesé im Schulentwicklungsprojekt „Soziales Lernen“, führte Trainingseinheiten in diversen Klassen durch, beriet Schüler/innen in Problemlagen und sichtete viele für die Schule infrage kommende Modelle der Prävention. Die Tatsache, dass Christiane Kiesé aus persönlichen Gründen ihren Arbeitsbereich innerhalb der Pestalozzi-Stiftung nach Hannover verlegt, hinterlässt an der Wilhelm-Röpke-Schule eine große Lücke. Die Stundenanteile von Christian Biringer an der Schule wurden um eine halbe Stelle erhöht; er soll diese Lücke schließen.