Damit das klar ist: „Nicht mit Thea"

Die Premiere ist geschafft und alle Mitglieder der Theatergruppe Lampenfieber sind glücklich Foto: A. Zihli

Premiere der Theatergruppe Lindwedel „Lampenfieber“

Lindwedel (az). Es kann schon sein, dass alle aus dem kleinen Dorf nach der Pfeife von Bürgermeister Bollmann tanzen, aber das interessiert Wirtin Thea Witt herzlich wenig. Sie freut sich in ihrer ländlichen Idylle ihre Sommergäste zu bewirten und versteht die ganze Aufregung, die zurzeit im Dorf herrscht, nicht. Eine neue Feriensiedlung mit Wellness, Fitness und großem Hotelkomplex soll entstehen, damit der kleine Ort die „Zeichen der Zeit“ nicht verschläft. Dafür müsste nur Theas Wassermühle dem Projekt weichen und genau hier liegt das Problem, denn Thea denkt gar nicht daran zu verkaufen. Ärger ist vor programmiert. Thea Witt alias Gisela Grimmelt wird von ihrem langjährigen Freund Hermann alias Henning Binaschek tatkräftig unterstützt, vor allem als die Städterin Carola Ganowski alias Angela Schleufe nicht nur hochtrabende Ideen in das Dorf bringt, sondern auch dem Bürgermeister Bollmann den Kopf verdreht. Selbst dessen Tochter Tina alias Astrid Hölscher, die mit Theas Enkel Tom alias Michael Strobach verbandelt ist, versteht ihren Vater nicht mehr und schlägt sich auf Theas Seite. Und auch die Sommergäste Jochen und Sabine Hasselmann alias Günter Marquardt und Daniela Minke mischen kräftig bei dem ganzen Durcheinander mit. Mit einiger Raffinesse versucht Thea den Bürgermeister und den Gemeinderat auszutricksen und die müssen schnell feststellen: Thea Witt macht nicht mit. In der diesjährigen Geschichte der Lindwedeler Theatergruppe „Lampenfieber“ steckt richtig Sprengstoff und so wird das Stück mit viel Temperament auf die Bühne gebracht. Bereits zum 10. Mal hob sich am vergangenen Wochenende der Premierenvorhang in der Lindwedeler Sporthalle und die zahlreichen Besucher freuten sich, dieses Jubliäum mit feiern zu dürfen. Fast sah es so aus, als müsse die Premiere verschoben werden, denn wenigstens ein Mal wurde jedes Mitglied des Ensembles während der Probezeiten krank. Aber am Ende standen alle aufgeregt, aber fit auf der Bühne und trotz ein paar kleinen, lustigen Texthängern amüsierte sich das Publikum und es wurde ein unterhaltsamer Abend. Zum Jubiläum hatten die ortsansässigen Geschäftsleute einige Preise zur Verfügung gestellt und so fand im Anschluss an die Vorstellung noch eine Tombola statt. Auch nach zehn Jahren hat sich die Theatergruppe in Lindwedel ihren Charme bewahrt, der Spaß der Schauspieler kommt immer beim Publikum an und so wird man gespannt sein dürfen, wie es auch in den nächsten Jahren weiter geht. Wer jetzt Lust bekommen hat, kann das Stück noch am 12. Februar um 19 Uhr und am 13. Februar um 15 Uhr sehen.