Dankbar zurück und zuversichtlich nach vorn schauen

Gut gelaunt präsentierten sich die Redner des Neujahrsempfangs den Fotografen. Von links: Hans-Wilhelm Frische, Werner Bartsch, Helia Sauerwein, Diakon Timo Lütge, Björn Gehrs, Pastor Frank Richter, Jürgen Otterstätter und Anneliese von Bestenbostel.

Neujahrsempfang der Kirchengemeinde Schwarmstedt

Schwarmstedt. Mit einem Zitat von Sören Kirkegaard „Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts verstanden und mit dem Blick nach vorn gelebt werden“ begann Jürgen Otterstätter seine Ansprache beim Neujahrsempfang der evangelisch – lutherischen Kirchengemeinde Schwarmstedt am vergangenen Sonntag. Im Namen des Kirchenvorstandes begrüßte er neben zahlreichen Gemeindemitgliedern auch Samtgemeindebürgermeister Hans-Wilhelm Frische, die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden sowie zahlreiche Vereinsvertreter und Kommunalpolitiker. Jürgen Otterstätter sprach voll Dankbarkeit vom vergangenen Jahr, in dem zahlreiche helfende Hände und großzügige Spender zum Gelingen der vielen Veranstaltungen beigetragen hätten. Er nannte unter anderem die St. Annen Glocke, die mit einem Fahrradkorso nach Lindwedel gebracht wurde, wo sie anlässlich des zehnjährigen Bestehens des evangelischen Gemeindehauses Lindwedel in Betrieb genommen wurde. Auch das 400 jährige Jubiläum der Kapelle zu Bothmer und das Festwochenende anlässlich des 500.Jahrestages der Grundsteinlegung der Schwarmstedter Kirche hätten gezeigt, so Jürgen Otterstätter, wie man „gemeinsam Gutes tun“ könne. In seinem mit humorvollen Anekdoten gewürzten Rückblick erwähnte der Vorsitzende des Kirchenvorstandes auch die personellen Veränderungen, die es mit Pastor Richter, Diakon Timo Lütge und der Lindwedeler Küsterin Ute Utermann in 2010 gab. Mit einem herzlichen Danke schön an alle Helfer, Spender und Unterstützer beendete er die Rückschau und blickte zugleich zuversichtlich ins Jahr 2011: “Wenn wir einander auch weiterhin in den Blick nehmen und auf den Nächsten schauen, muss uns davor nicht bange werden.“ Ähnlich zuversichtlich und dankbar äußerte sich auch Samtgemeindebürgermeister Hans-Wilhelm Frische, der betonte, in der globalisierten Welt mit vielen Katastrophen und Problemen, auf die der einzelne vor Ort nur wenig Einfluss habe, sei es besonders wichtig, den Menschen in der Gemeinde Möglichkeiten zu geben, Wurzeln zu schlagen und das Gefühl zu vermitteln, dass sie ihr Schicksal zumindest teilweise selbst in die Hand nehmen könnten. Für die Schaffung der Plätze des Austausches und die Gestaltung des Umfeldes in der Samtgemeinde dankte Frische allen Mitwirkenden.
Zum „letzten Mal in dieser Form und Position“ sprach Schwarmstedts Bürgermeister Werner Bartsch ein Grußwort beim von ihm hochgelobten traditionellen Neujahrsempfang der Kirchengemeinde. „Man spürt gleich, hier ist ein positiver Touch drin“, sagte Werner Bartsch, dem Pastor Richter versicherte, dass er auch nach dem „epochalen Umbruch am Ende seiner Amtszeit“ ein gern gesehener Gast beim Neujahrsempfang sein werde. Björn Gehrs dankte seinerseits der Kirchengemeinde, vor allem aber Pastor Richter, für die gute Zusammenarbeit und die Präsens in der Gemeinde Buchholz, „auch wenn ich am Anfang etwas skeptisch war, als ein Pastor zur Ratssitzung kommen wollte.“
Helia Sauerwein überbrachte die Grüße der Partnergemeinde Gavrilovo und des Kirchenkreises Gumbinnen und berichtete, dass der Arbeitskreis „Brücke nach Kaliningrad“ anlässlich des 20 jährigen Bestehens Schwarmstedter Hilfe für Nordostpreußen – am 25.April 1991 startete der erste Hilfstransport – eine Partnerschaftsreise mit Bus und Schiff angeboten werde. Vom 23. bis 30.August 2011 haben 25 bis 38 Interessierte die Möglichkeit, sich Land, Leute und die unterstützten Projekte wie Carl-Blum-Haus, Salzburger Kirche, Schule und Kindergarten vor Ort anzusehen. Vom Hospizdienst Walsrode überbrachte Anneliese von Bestenbostel Neujahrsgrüße. Sie dankte allen Spendern und Helfern und wies darauf hin, dass auch 2011 Unterstützung benötigt werde. Es fehle vor allem an männlichen Mitarbeitern in Schwarmstedt.
„Kinder zeigen Stärke, stehen füreinander ein“ sangen die Sternsinger der katholischen Schwestergemeinde Heilig Geist und überbrachten auch in diesem Jahr Segenswünsche beim Neujahrsempfang, der nach dem offiziellen Teil noch Gelegenheit zum Austausch bei einem kleinen Imbiß bot.