DGB erstattet Strafanzeige

Kranzdiebstahl auf dem Soldatenfriedhof Essel

Essel. Ein Bündnis aus Jusos, Grünen, Linken, Antifa-Initiative, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und DGB hat am Volkstrauertag 2010 erfolgreich am Soldatenfriedhof Essel verhindert, dass Nazis zum wiederholten Male der verbrecherischen Waffen-SS huldigen. Die Kameradschaft Snevern-Jungs verzog sich mit anderen Nazis zu den Erinnerungsteinen an gefallene Weltkriegssoldaten auf dem Friedhof Hützel-Steinbeck (bei Bispingen). Die Kränze des Nazis wurden dort von Einwohnern am gleichen Tage, noch vor der Feier der Gemeinde, entsorgt. Sie dulden keine faschistische Heldenverehrung. Auf dem Soldatenfriedhof Essel legten das Bündnis gegen Rechts und der DGB zwei Kränze nieder. Auf den roten Schleifen stand einmal "Nie wieder Faschismus - Nie wieder Krieg" und beim anderen „Nie wieder Faschismus - Deutscher Gewerkschaftsbund". Bereits wenige Tage nach dem Volkstrauertag waren beide Kränze entfernt. Einzig der Kranz der Gemeinde Essel liegt noch dort. Der DGB hat jetzt wegen des Kranzdiebstahls bei der Polizei Strafanzeige erstattet. Charly Braun/ Mitglied des DGB-Regionsvorstandes dazu: „Die Kränze können nur jene gestohlen haben, denen die Konsequenz aus den Nazi-Verbrechen, nämlich "Nie wieder Faschismus - Nie wieder Krieg" nicht in den Kram paßt." „Wer über den Gräbern der, meist sehr jungen, in Essel Begrabenen Heldenfeiern und Huldigungen der Waffen-SS betreibt, muß ein grundsätzliches Platzverbot erhalten", fordert Bündnissprecher Braun.