Die Realschule Walsrode wird „Schule ohne Rassismus“

Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper übernimmt Patenschaft

Walsrode. Ab heute darf sich die Realschule Walsrode offiziell „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nennen und ist neben der BBS Walsrode und der KGS Schneverdingen die dritte im ganzen Landkreis. (
Das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden und sich per Unterschrift zur Einhaltung der Werte und zur Durchführung regelmäßiger Projekttage verpflichten. Um den Titel zu bekommen, haben über 70 Prozent der Schüler, Lehrer, und Bediensteten ihre Unterschrift gegeben. Es gehört zu den größten Schulnetzwerken in Deutschland mit inzwischen 780 Schulen, allein 114 in Niedersachsen, und mehr als eine halbe Millionen Schüler.
Im Beisein von Schulleiterin Karin Spreckelsen und der Projektpatin, CDU Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper, übergab Ministerialrat Roland Henke, als Vertreter des Niedersächsischen Kultusministeriums, den Schülern symbolisch die Urkunde und das Projektschild. „Heute ist ein ganz besonderer Tag für unsere Schule. Ich bin sehr stolz auf Euch“, bekundete Schulleiterin Karin Spreckelsen in ihrer Eröffnungsrede. Die Schüler, von denen die Initiative ausging, hätten erst Widerstände überwinden müssen, sich aber nicht entmutigen lassen, um nun die Auszeichnung zu erhalten. Die langfristige Verpflichtung, die die Realschule damit eingegangen ist, brachte Spreckelsen auf den Punkt: „Wir gucken hin, nicht weg. Das ist unsere Aufgabe.“
Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper betonte in ihrer Rede, wie geehrt sie sich fühle für so ein wichtiges Projekt auserwählt worden zu sein. Sie bedankte sich für das ihr entgegengebrachte Vertrauen und begrüßte, dass sich junge Menschen auf den Weg machen, um das Grundrecht der Unantastbarkeit der Würde des Menschen zu schützen. Sie ermutigte die Schüler Rassismus und Extremismus gemeinsam entschlossen entgegenzutreten, denn „nie wieder dürfen unsere demokratischen Grundrechte so mit den Füssen getreten werden, wie während der NS-Zeit“, so die Landtagsabgeordnete. Pieper wünschte den Schülern viel Kraft für die verantwortungsvolle Aufgabe und werde, nach besten Kräften, alles dafür tun, um die Schule engagiert zu unterstützen. „Am Ende der Schulzeit könnt ihr dann sagen: es hat sich gelohnt“ rief sie den Schülerinnen und Schülern abschließend zu.