Dominque Barbier lehrt französisch-klassische Reitweise

Dominique Barbier baut zwischen Reiter und Pferd eine tiefgehende Kommunikation auf, die das Reiten für Tier und Mensch angenehm gestaltet. Foto: M. Rutkowski

Dreitägiges Symposium über den „Weg der Leichtigkeit“ für Pferd und Reiter

Schwarmstedt (mr). Auf der Reitanlage von Schloss Bothmer in Schwarmstedt haben sich vom 19. bis 21. April interessierte Pferdeliebhaber und Reiter zu dem dreitägigen Symposium und Dressurlehrgang „Dressage for the New Age“ mit Vorträgen, Gesprächs- und Diskussionsrunden sowie praktischen Trainingseinheiten im Dressurreiten getroffen.
Unter dem Motto „Wege zur Leichtigkeit“ präsentierte Reitlehrer, Buchautor und Kommunikationstrainer Dominique Barbier die französisch-klassische Reitweise „La belle lègèretè à la Francais“, die bereits von der UNESCO als Weltkulturerbe ernannt wurde. Unter dieser Reittechnik kann man sich einen leichten Umgang mit dem Pferd vorstellen, der das Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier durch eine tiefgehende Kommunikation erleichtert und für beide angenehm gestaltet.
„Es geht hier nicht um einen Wettkampf. Das Pferd soll in eine Position gebracht werden, in der es sich wohl fühlt und mit wenig Einwirkung des Reiters Haltung und Bewegung beibehält“, erklärt Birgit Deising, Veranstalterin des Symposiums. Drei Tage lang lehrte Barbier sieben Reitern und interessierten Zuschauern à zwei Trainingseinheiten pro Tag seine Philosophie von der Leichtigkeit in der Dressur, basierend auf gegenseitigem Respekt, Verständnis für die Natur des Pferdes und Feinfühligkeit. Die Entspannung des Pferdes schafft er beispielsweise mit dem Führen an der Longe und dem Schulterherein, eine Reitkunst, bei der das Pferd seine Vorder- und Hinterbeine im Seitengang kreuzt, um die Muskulatur zu lockern. „Barbier geht es nicht in erster Linie darum, dass der Reiter zufrieden ist, sondern dass das Pferd glücklich ist. Es ist eine Lebensphilosophie, die er mit seiner Reitkunst vermittelt“, sagt Deising. Sie veranstaltet dieses Symposium bereits seit mehreren Jahren mit Barbier.
Nicht nur Praxis stand bei der Veranstaltung auf dem Programm, sondern auch Vorträge und Diskussionsrunden. So sprachen die Teilnehmer über die mögliche Gründung einer Stiftung zum Erhalt der französisch-klassischen Reitkunst und hörten Vorträge über die Reitkünste Piaffe und Passage sowie über die Haltung Versammlung.
„Es ist bemerkenswert, welche Fortschritte nach den drei Tagen Training erkennbar sind“, erzählt Deising begeistert am dritten Veranstaltungstag. Und nicht nur sie ist glücklich, die Pferde sind es auch.