Ein Lehrer mit Leib und Seele

Schulleiter Tjark Ommen (rechts) verabschiedete Lehrer Siegfried Blum in den wohlverdienten Ruhestand.

KGS-Urgestein Siegfried Blum nach 33 Jahren in den Ruhestand verabschiedet

Schwarmstedt. Mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres ist die KGS Schwarmstedt um einen langjährigen und erfahrenen Kollegen ärmer: Siegfried Blum, der bis 2011 über ein Vierteljahrhundert lang den Fachbereich Religion der Wilhelm-Röpke-Schule geleitet hat, ist zum Halbjahreswechsel in den wohlverdienten „Unruhestand“ gewechselt. In seiner Laudatio würdigte Gesamtschulleiter Tjark Ommen Siegfried Blum als „einen richtigen Lehrer, einen richtigen Typ“, dem es gelingt, Herzlichkeit und Strenge miteinander zu verbinden. So erinnerte er sich noch an den Anruf eines Vaters, dessen Sohn schon lange nicht mehr an der Schule ist und der ihm mitteilte, dass er sich einfach bei Herrn Blum bedanken wollte, weil er seinem Sohn durch seine Strenge den richtigen Weg gezeigt und ihm dadurch Halt und Orientierung gegeben habe. „Strenge“ und „klare Haltung“ sind Siegfried Blum ein wichtiges Anliegen in der Erziehung seiner Schülerinnen und Schüler gewesen, so Tjark Ommen, der anerkennend hervorhob, dass Siegfried Blum „ein sehr liebevolles und mitfühlendes Innere habe und gerade aus dieser Motivation heraus den Jugendlichen ganz klare Grenzen setzte, damit diese für das Leben vorbereitet sind.“ Nach dem Studium der Germanistik, Geschichte und katholischen Theologie an der Pädagogischen Hochschule Hannover begann Siegfried Blum seinen Dienst zunächst an der Leineschule in Neustadt, und zwar als Nachfolgereferendar von Udo Möller, der dann später Schulleiter der Wilhelm-Röpke-Schule wurde. Seine erste Stelle als Realschullehrer trat Siegfried Blum dann in Winsen an, bevor er 1982 nach Schwarmstedt wechselte. Hier war er oft auch Klassenlehrer und wirkte daran mit, dass der Ruf der Wilhelm-Röpke-Schule immer besser wurde. Mit klarer Haltung setzte sich der gläubige Katholik insbesondere für die Belange des Faches Religion ein und blieb sich auch dann treu, wenn es mal eng wurde und ihm seine Haltung Ärger einbrachte, weil er schulpolitische wie gesellschaftliche Entwicklungen kritisch verfolgte und kommentierte.
Tjark Ommen sprach dem Kollegium der KGS aus der Seele, als er seine Verabschiedungsrede mit den Worten schloss: „Lieber Herr Blum, mit Ihnen verlässt ein echtes Urgestein unsere Schule. Jemand, der Kinder und Jugendliche erzogen hat, jemand, der ein warmes Herz hat, der Kollegen beim Umzug hilft, jemand, der sich für seine Mitmenschen einsetzt und zum Beispiel syrischen Kindern mit seiner Frau zusammen in der Freizeit Deutschunterricht gibt, jemand, der sich lange sehr intensiv für das Fach Religion an unserer Schule eingesetzt hat und in dieser Funktion auch das eine oder andere Gefecht mit der Schulleitung durchgestritten hat, jemand, der immer mit offenem Visier und klarer Meinung für seine Angelegenheiten eintritt, jemand, der dienstlich immer zuverlässig war und jemand, der sich sehr auf die Zeit mit seiner Frau freut und darauf, in Zukunft mehr im Eine-Welt-Laden der Kirchengemeinde arbeiten zu können und mit dem Wohnmobil durch die Gegend fahren zu können. Ich danke Ihnen für all die – Achtung! – 33 Jahre an unserer Schule und wünsche Ihnen für Ihre Zukunft mit Ihrer Familie alles Gute!“