Einbruchsserie aufgeklärt

Diese Gegenstände hat die Polizei bei den mutmaßlichen Tätern sicher gestellt. (Foto: Polizei)

Sieben Tatverdächtige sitzen in U-Haft

Kreis SFA. Die Polizei Soltau-Fallingbostel konnte eine Serie von Raub- und Einbruchsstraftaten aus dem Zeitraum von Juni 2009 bis April 2010, von der im wesentlichen Discounter, Schulen und Spielhallen, aber auch Wohnhäuser aus dem südlichen Landkreis Soltau-Fallingbostel betroffen waren, jetzt aufklären. Die Deliktserie hatte für erhebliche Verunsicherung in der Bevölkerung gesorgt, sodass der Leiter der Polizeiinspektion Soltau-Fallingbostel Eckart Pfeiffer jetzt betonte: " Bei den Ermittlungen war ein schneller Erfolg ganz besonders wichtig, um
wieder für mehr Sicherheitsempfinden der Bürger zu sorgen." Durch eine eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe, die in Zusammenarbeit mit Spezialkräften der Polizei operiert hat, konnten die Beamten sieben Tatverdächtige festnehmen. Das Amtsgericht Verden hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Verden gegen diese jungen Männer im Alter von 23 bis 32 Jahren, die aus Walsrode, Hodenhagen und Bad Fallingbostel stammen, Haftbefehle wegen schweren Raubes erlassen und den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet. Danach sind die sieben Männer dringend verdächtig - in wechselnder Beteiligung - bewaffnete Raubüberfälle unter anderem auf drei Discounter in Bomlitz, Schwarmstedt und Walsrode, eine Spielhalle in Hodenhagen und eine Leasingfirma in Dorfmark begangen zu haben. Zwei der aus Hodenhagen stammenden Tatverdächtigen werden als "Intensivtäter" eingestuft. Sie sind neben den Taten, die ihnen mit dem Haftbefehl zur Last gelegt werden, weiterer Einbruchdiebstähle, vorwiegend in Schulen, und eines schweren Raubes in Langenhagen, begangen mit einem weiteren der oben genannten Mittäter, verdächtig. Sie sollen hauptsächlich Bargeld und hochwertige elektronische Geräte im Gesamtwert von rund 150.000 Euro erbeutet haben. Zudem richteten sie einen Sachschaden von etwa 120.000 Euro an. Zwei andere Beschuldigte aus der Personengruppe, die lediglich an einer Tat, die den "Intensivtätern " vorgeworfen wird, beteiligt gewesen sein sollen, stehen im Verdacht, weitere Raub- und Einbruchsdelikte, vorwiegend in Schulen und Discounter begangen zu haben. Sie sollen einen Schaden von etwa 50.000 Euro angerichtet haben. Sämtlichen Tatverdächtige müssen mit einer Anklageerhebung vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Verden rechnen. Die Mindestfreiheitsstrafe für einen schweren Raub unter Verwendung einer Waffe beträgt fünf Jahre Freiheitsstrafe. Der Leiter des Zentralen Kriminaldienstes Stefan Gawel lobte das Ergebnis der Ermittlungsgruppe: "Die Beamten haben in kürzester Zeit außerordentlich erfolgreiche und akribische Ermittlungsarbeit geleistet."