Eröffnetes Planverfahren

Trassenführung durch den Heidekreis nicht akzeptabel

Heidekreis. Im Zusammenhang mit der von den Netzbetreibern TenneT und TransnetBW angekündigten Eröffnung des Planungsverfahrens für die neu zu verlegende Stromtrasse Sued.Link von Schleswig-Holstein nach Bayern fordert Landrat Manfred Ostermann mehr Bürgerbeteiligung und einen verstärkten Einsatz der Erdverkabelung. „Es erschließt sich mir nicht, warum die Trassenführung östlich und nicht westlich von Hannover verläuft und damit deutlich länger wird“ so Ostermann. „Der Heidekreis wird sich dafür einsetzen, dass es keine wohnortnahen Trassen geben wird, zum Beispiel im Gebiet der Stadt Walsrode und der südlich gelegenen Dörfer“, ergänzt Erste Kreisrätin Helma Spöring und weist darauf hin, dass vom Heidekreis im Rahmen des Raumordnungsverfahrens alle Umweltbelange eingebracht werden, die gegen die jetzige Trassenführung sprechen.
Beide fordern, dass der Bund und die Netzbetreiber eine intensive Beteiligung der Bevölkerung, Kommunen und Verbände gewährleisten. Die vorgestellten Vorzugstrassen dürften nicht als vorweg genommenes Ergebnis des Verfahrens betrachtet werden. „Vielmehr müssen sowohl die Kritik als auch die Vorschläge aller Beteiligten ernsthaft geprüft und so weit wie möglich aufgenommen und umgesetzt werden“, so Ostermann abschließend.