Erster Gender Award verliehen

Die Koordinierungsgruppe Chancengleichheit holt den ersten bundesweit ausgeschriebenen Preis für gute Gleichstellungsarbeit in den Heidekreis und überreicht ihn an Landrat Manfred Ostermann. Auf dem Foto: Oliver Krasser (von links), Iris Fernau, Cornelia Reithmeier, Landrat Manfred Ostermann, Angelika Hollmann von Alm, Gleichstellungsbeauftragte Gudrun Schenk, Stefan Renschke und Petra Sünner.

Heidekreis ist einer von fünf Preisträgern

Heidekreis. 15 Kommunen aus ganz Deutschland haben sich um den ersten „Gender Award – Kommune mit Zukunft“ beworben. Ausgelobt wird der Preis von der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros in Deutschland.
Der Landkreis Heidekreis hat die Jury mit seinen kreativen Konzepten zur Gleichstellung von Frauen und Männern überzeugt. Als besonders gut wurde bewertet: Alle Fachausschuss-, Kreisausschuss- und Kreistagsvorlagen werden auf Chancengleichheit geprüft, und diese Prüfung darf sich nicht auf ein „Ja“ oder „Nein“ beschränken. Die Gleichstellungsbeauftragte muss dem Ergebnis der Prüfung zustimmen. Die Koordinierungsgruppe analysiert diese regelmäßig. Seit 2003 gibt es Gendertrainings für die Fachbereichsleitungen und andere Verwaltungsmitarbeiter, organisiert in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule. Alle Auszubildenden erhalten eine Einführung zu diesem Thema. Von 37 Fachgruppenleitungen sind 18 Stellen mit Männern, 19 Stellen mit Frauen besetzt
Am 14. November wurde der Gender Award im Beisein der Gleichstellungsbeauftragten Gudrun Schenk und einer kleinen Abordnung der Koordinierungsgruppe Chancengleichheit in Berlin verliehen. Neben dem Heidekreis gehören Freiburg im Breisgau, Osnabrück, Köln und Herten zu den Kommunen, die für ihre vorbildliche Gleichstellungsarbeit in Berlin ausgezeichnet wurden.
Schirmherrin des Gender Award – Kommune mit Zukunft ist Bundesministerin Manuela Schwesig.
Der „Gender Award- Kommune mit Zukunft“ wird 2016 zum ersten Mal verliehen und füllt damit eine Lücke. Denn es gibt zwar verschiedene Gleichstellungspreise aber keinen, der die strategischen Konzepte der Kommunen für Gleichstellung zwischen Frauen und Männern würdigt. Mit dieser Auszeichnung möchte die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros in Deutschland kreative und erfolgreiche Strategien zur Frauen- und Gleichstellungspolitik in Kommunen auszeichnen und damit das besondere Engagement für Gleichstellungsarbeit vor Ort mehr als bisher in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Gesucht wurden Kommunen, die eine besonders kreative und vorbildliche Gleichstellungsarbeit vor Ort umsetzen, Ungerechtigkeiten zwischen Frauen und Männern aufzuspüren und dauerhaft zu beseitigen. Der Preis soll von nun an alle zwei Jahre vergeben werden. Er ist nicht dotiert, die Gewinnerkommunen erhalten eine Stele.