Film zum Welt-Autismus-Tag

„Hello I am David" am 13. April im Capitol in Walsrode

Walsrode. Aus Anlass des Welt-Autismus-Tages kooperiert der Verein einzigartig-eigenartig seit Jahren mit dem Capitol-Theater in Walsrode und wählt einen Film mit Bezug zum Autismus aus. In diesem Jahr wird am 13. April ab 20.15 Uhr der Film „HELLO I AM DAVID! - EINE REISE MIT DAVID HELFGOTT" vorgeführt. Hauptperson des Dokumentarfilms ist der autistische Pianist David Helfgott. Der Film „Shine“ machte den Australier Helfgott in den 90er Jahren weltberühmt. „Shine“ war ein Spielfilm über die Lebensgeschichte von David Helfgott und der Film berührte Millionen von Menschen. Schauspieler Geoffrey Rush erhielt für seine Darstellung des zwischen Genie und Wahnsinn zerrissenen Musikers einen Oscar.
„HELLO I AM DAVID!“ ist der erste Dokumentarfilm über David Helfgott. Die deutsche Regisseurin Cosima Lange hat David Helfgott und seine Frau Gillian auf einer Konzertreise mit den Stuttgarter Symphonikern im Jahr 2012 durch Europa mit Gastspielen im schwedischen Örebro, in Wien, aber auch in Dortmund, Stuttgart und Leipzig begleitet. Der Film beschränkt sich keineswegs auf das Porträt eines eigenwilligen Künstlers, für den die Musik den Mittelpunkt seines Lebens bildet. Mit seinem Spiel kommt die lebendige Kraft der Musik zum Ausdruck, „berührt“ er die Menschen im wahrsten Sinne des Wortes doch ganz unmittelbar. Weggefährten, Familienmitglieder und nicht zuletzt die Regisseurin selbst in ihrer doppelten Funktion als Beobachterin und Teilnehmende geben in Gesprächen und atmosphärischen Stimmungsbildern einen differenzierten Einblick in die Persönlichkeit und den Alltag des so genialen wie exzentrischen Musikers, seine Liebe zum Leben und zur Musik. Dazu gehört auch die enge Liebesbeziehung zwischen David und Gillian, ohne die David Helfgott seine psychische Erkrankung vermutlich nicht so erfolgreich in den Griff bekommen hätte.
Ein unmittelbar aus dem wahren Leben gegriffener Film über die Kraft der Liebe wie der Musik und über den Wert des „Andersseins“ in einer weitgehend funktionalisierten Gesellschaft. Der Eintritt zum ermäßigten Eintrittspreis des Kinos beträgt sechs Euro.