Freie Zufahrt zum Heide-Kröpke

Benjamin Bartling (von links), Inga Zimolong-Wilmes, Maximilian Obermüller und Silvester Gerloff freuen sich, dass die Baumaßnahmen mit Vollsperrung der Kreisstraße 149 abgeschlossen sind und wieder freie Zufahrt zum Hotel Heide-Kröpke besteht. Foto: B. Stache
 
Die Geschwindigkeit bleibt für den freigegebenen Abschnitt der Kreisstraße 149 südlich des Hotels Heide-Kröpke für zirka zwei bis drei Wochen auf 30 km/h beschränkt. Foto: B. Stache

Hotelführung und Mitarbeiter erleichtert über das Ende der Vollsperrung

Essel (st). Seit Sonnabend, 1. Oktober, ist das 4-Sterne-Superior Hotel Heide-Kröpke wieder über die Kreisstraße 149 auch von Süden her zu erreichen. Die Geschwindigkeit bleibt für den freigegebenen Abschnitt für zirka zwei bis drei Wochen auf 30 km/h beschränkt. Mit abschließenden Bautätigkeiten zwischen der Autobahnbrücke der Bundesautobahn 7 bis zum Hotel Heide-Kröpke in Richtung Ostenholz ist zu rechnen, heißt es seitens der Heidekreis-Verwaltung. Im Zeitraum von Mitte Februar bis Ende September 2016 wurden mehrere nicht mehr tragfähige Brücken ersetzt sowie die K 149 komplett erneuert. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf zirka 3,5 Millionen Euro. Während der ersten Straßenausbau-Monate gab es eine Teilsperrung der Zuwegung aus südlicher Richtung zum 4-Sterne-Superior Hotel Heide-Kröpke, Anfang August setzte die Vollsperrung ein. Während der Teilsperrung in den ersten Monaten der Baumaßnahmen an der K 149 war im Süden auf Höhe des Wochenendhausgebiets Arnoldsee eine Umleitung eingerichtet worden. Sie führte über Drebberfuhrenweg und Bruchweg zurück zur Kreisstraße – mitten durch das Erholungsgebiet und sehr zum Verdruss der Anwohner. Sabine Epple, Hotel-Mitarbeiterin mit Wohnsitz in der Wedemark, wird diese Umleitung noch lange in Erinnerung bleiben. „Die Strecke führte mehrere hundert Meter durch den Wald auf einer unbefestigten Straße. Selbst mit Schrittgeschwindigkeit war mein Mitsubishi Colt nach zirka vier Wochen reif für die Werkstatt: Die Stabilisatoren der Vorderräder waren gebrochen, ein neuer Satz inklusive Montage kostete 160 Euro“, berichtete sie. „Hinzu kamen ein permanent schmutziges Auto, Zeitverlust, wenn einmal ein Baufahrzeug im Weg stand, und nicht zuletzt der Groll der Menschen, die im Wochenendgebiet ihre Häuser haben.“ Das Verständnis der Hotelleitung für die schwierige Situation der Mitarbeiter habe auch ihr sehr geholfen, brachte Sabine Epple zum Ausdruck. „Als absehbar war, dass wir eine Vollsperrung zu erwarten hatten, haben wir für unsere Mitarbeiter einen ´Sozialplan` erstellt“, erklärte Inga Zimolong-Wilmes, die mit Ehemann Bernd Wilmes das Familienunternehmen Heide-Kröpke in dritter Generation führt. So erhielten die Mitarbeiter während der zweimonatigen Vollsperrung einen Benzingutschein pro Monat und je Arbeitstag eine Gutschrift für eine halbe Stunde Arbeitszeit. „Als Entschädigung für die Unannehmlichkeiten und Umwege sowie zur Motivation durchzuhalten“, machte Inga Zimolong-Wilmes deutlich. Sie berichtete von Gästen, die sich nach oft nervenaufreibender Anfahrt über Lärmbelästigung durch die Baumaßnahmen beklagten und beispielsweise Rabatte einforderten. Die Heide-Kröpke-Mitarbeiter, allen voran am Empfang, hatten sich so manchen Gästekommentar anzuhören. Besonders schwierig sei die Vollsperrung für die jungen Auszubildenden ohne Führerschein gewesen, die auf ihr Fahrrad angewiesen sind, erinnerte sich die Hotelchefin. „Häufig haben mich meine Eltern zur Arbeit gefahren. Manchmal habe ich das Fahrrad genutzt und bin dafür 45 Minuten früher gestartet“, beschrieb Benjamin Bartling seine Situation. Über die Benzingutscheine hätten sich auch seine Eltern sehr gefreut. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens auf der Bundesautobahn A7 und den Nebenstrecken ist der Auszubildende zwei Mal zu spät zur Arbeit gekommen. „Ich habe dann immer im Hotel angerufen und Bescheid gegeben. Ärger habe ich keinen bekommen“, erinnert er sich. „Ich freue mich, dass die Baumaßnahmen endlich abgeschlossen sind und unsere Gäste, Mitarbeiter und Zulieferer wieder freie Zufahrt zum Hotel haben“, erklärte Inga Zimolong-Wilmes. Ein Gutes habe die Zeit der Straßensperrung gehabt: „Die Bewältigung der Unzulänglichkeiten bei der Anfahrt hat uns im Team gestärkt.“ Ein Ärgernis gab es noch nach Aufhebung der Vollsperrung. Die entsprechenden Umleitungsschilder waren nicht entfernt worden und standen noch eine Woche später an ihrem Platz – sehr zum Verdruss von Hotelgästen, die der „unnötigen Umleitung“ folgten.