Frühjahrsbilanz des Lokalen Netzwerks

Pädagogen beim Experimentieren im Workshop „Forschen mit Natur und Technik“ im Kindergarten Dorfmark.

49 Teilnehmende und zwei Trainer beim „Haus der kleinen Forscher“ fortgebildet

Heidekreis. Gleich im Januar dieses Jahres startete das Lokale Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“ im Heidekreis mit umfassenden Fortbildungsveranstaltungen. Bis März wurden insgesamt 49 Teilnehmende aus sieben Grundschulen, 15 Kitas und vier weiteren Institutionen, wie zum Beispiel dem CVJM Schneverdingen und der Bürgerstiftung Munster, für das Naturforschen und Experimentieren mit Kindern von drei bis zehn Jahren im pädagogischen Alltag geschult. Darunter waren Erziehende, Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeitende von Grundschulen sowie zwei Eltern.
Entsprechend dem ausgeglichenen Verhältnis von Teilnehmenden aus dem gesamten Heidekreis wurden die Veranstaltungsorte für Workshops zu den Themen „Wasser“„Strom und Energie“ und „Forschen mit Wasser in Natur und Technik“ ausgewählt. Jeweils an einem Sonnabend gab es eine Fortbildung in Schneverdingen, Stellichte, Dorfmark und Bomlitz. Neu eingeführte als auch langjährige Teilnehmer zeigten sich von den praxisbezogenen Inhalten und engagierten Trainerinnen begeistert. Die schriftliche Evaluation der Fortbildungen führt zudem vor Augen, dass auch die Freude über das Experimentieren und sich Ausprobieren die Teilnehmenden nachhaltig motiviert, mit Kindern zu forschen. Auch der kontinuierliche Nachschub der kostenlosen Materialien der Stiftung Haus der kleinen Forscher in Berlin geben viel Unterstützung und Anreiz, das Gelernte mit den Kindern umzusetzen. Langjährig teilnehmende Pädagogen berichteten, dass sie immer wieder erstaunt und begeistert darüber sind, dass grundsätzlich alle Kinder am Naturforschen ein natürliches Interesse haben. Kinder forschen mit großer Neugierde und sehr konzentriert. „Das ist in der pädagogischen Praxis besonders bei der Arbeit mit herausfordernden Kindern entlastend“, so Diplompädagogin Corinna Bautsch. „Kinder, die sonst häufig unkonzentriert und auffallend agieren, bleiben beim Forschen länger bei der Sache und erleben Erfolge“.
Die Lernmotivation steige somit an. Was oft nicht vermutet wird: Naturforschen bietet auch für Fächer wie Deutsch (zum Beispiek die Dokumentation des Experiments), Musik (Forschen mit Akustik) und Mathematik (Forschen in Raum und Form) vielfältige Lernanreize und Settings.
Um das kontinuierliche Fortbildungsangebot von jährlich mindestens zwei verschiedenen Themenworkshops anbieten zu können, muss das Lokale Netzwerk auch die netzwerkeigenen Trainierenden regelmäßig fortbilden lassen. Im Januar und Februar wurden Maren Möhring (Diplom-Biologin/Bachelor Early Education), David Riebesel (demnächst Bachelor Regenerative Energien/Elektrotechnik) und Corinna Bautsch (Diplompädagogin) in Essen und Berlin ausgebildet. Riebesel ist als Trainer neu aufgenommen worden, um im Kinderzeltlager Offendorf des CVJM Schneverdingen eingesetzt zu werden. Hier können zukünftig weitere 300 Kinder von acht bis 14 Jahren erreicht werden. Zum 12. und 13. März lädt die Stiftung Haus der kleinen Forscher die bundesweit 600 tätigen Trainer zu einer zweitägigen Trainertagung ein. Aus dem Heidekreis werden zwei von insgesamt vier Trainern daran teilnehmen. „Eine formidable Frühjahrsbilanz,“ freut sich Bautsch. „Wir sind weit vorangekommen und motiviert, weiterzumachen.“ Im April und Juni finden die nächsten Fortbildungen statt.
Information und Anmeldung: Netzwerkoordinatorin Corinna Bautsch, Telefon (0 51 95) 4 05 91 02, E-Mail hausderkleinenforscher_heidekreis@email.de.