Für bedrohte Vogelarten weltweit unterwegs

MdL Gudrun Pieper besuchte den Vogelpark Walsrode

Walsrode. Der Weltvogelpark Walsrode beweist jedes Jahr aufs Neue, dass er seinen Namen zu recht trägt. In diesem Jahr hat das Show-Team für seine Besucher die legendäre Flugshow völlig neu konzipiert. Die Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper besuchte den Park gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Kathrin Rösel und dem CDU Gemeindeverbandsvorsitzenden Peter Jahnke aus Bomlitz, um die Welt der Vögel selbst zu erkunden. Wo leben Keas? Warum hat der Sperbergeier ovale Blutkörperchen? Wie tötet der Sekretär seine Beute? Diese und weitere Fakten über Vogelarten und ihren Lebensraum lernen die Besucher während der Flugshow, ganz nebenbei. Über eine große Leinwand geht eine Reise rund um die Welt. Vögel aus allen Kontinenten sind die Hauptdarsteller der Show und zeigen dem Publikum live ihre Flugkünste. „Die Flugshow ist ein besonderes Erlebnis. Der Spaß kommt dabei auch nicht zu kurz. Trotzdem wird jedem Besucher deutlich: wir müssen uns für den Schutz der Umwelt einsetzen, um damit bedrohte Tierarten zu schützen“, äußern die Politikerinnen beeindruckt. Geer Scheres ist sehr am Wohl der Tiere und am Schutz bedrohter Arten gelegen. Mit der ‚Weltvogelpark Stiftung‘, die sich u.a. dem weltweiten Naturschutz und der weltweiten Bildung und Ausbildung widmet, werden die Erhaltung und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen unterstützt. Um Informationen zu sammeln und Erfahrungen auszutauschen ist Scheres kein Weg zu weit. Weltweit ist der Geschäftsführer für seine Vögel unterwegs. Nur so ist der einmalige Bruterfolg bei den Kolibris zu erklären. Dabei ist dem Weltvogelpark und seinem Expertenteam aus verschiedenen Ländern, nicht nur das künstliche Ausbrüten gelungen, sondern auch die Aufzucht per Hand, die weltweit einzigartig ist. „Es ist uns wichtig, diese faszinierenden Vögel zu schützen“, erklärt Scheres. „Durch die Zerstörung des Lebensraums und den Einsatz von Pestiziden gehören Kolibris mittlerweile zu den bedrohten Arten.“ Bereits in mehreren Fällen sind dem Weltvogelpark besondere Zuchterfolge gelungen, die in freier Natur ausgestorbene Arten, wie der Rotschnabelhokko, erfolgreich vor dem Aussterben bewahrt haben. „Der Weltvogelpark hat nicht nur für unsere Region eine wichtige Bedeutung“, sind sich Pieper und Rösel einig. „Auch die Erhaltung seltener Vogelarten ist in der heutigen Zeit der fortschreitenden Umweltzerstörung besonders wichtig.“ Mit Unverständnis reagierte Pieper im anschließenden Gespräch, dass die bereits bewilligten Mittel der vorherigen CDU/FDP Landesregierung zur Projektförderung zum Schutz und Zucht des Goldregenpfeifers im April 2013 von SPD/GRÜNEN nicht weitergeführt wurde. „Wir sollten stolz darauf sein, dass wir mit dem Weltvogelpark Walsrode eine Leuchtturmeinrichtung haben, die über die Grenzen Niedersachsens in die ganze Welt hineinwirkt. Forschung, aktiver Artenschutz und Auswilderungsprogramme, Vermittlung von Fachwissen und Ausbildung sind wichtige Grundlagen, um einen erfolgreichen, nachhaltigen Schutz des natürlichen Ökosystems zu gewährleisten“, so Pieper. Der Bitte von Geer Scheres sich dafür einzusetzen, dass wieder die Durchführung von internationalen Zuchtprogrammen sowie die anstehenden Sanierungsmaßnahmen seitens der Politik unterstützt werden, werde sie gerne nachkommen. Sie sicherte zu, diesbezüglich Gespräche in Hannover zu führen.