Für den Landesentscheid nicht nominiert

Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs (v. r.) und Joachim Plesse betätigten sich während der Ortsbegehung als versierte Fremdenführer. Foto: B. Stache
 
Versorgungsstopp vor dem alten Spritzenhaus. Foto: B. Stache

Buchholz und Lindwedel können Jury nicht überzeugen

Buchholz/Lindwedel (st). Das besondere Engagement der Dorfgemeinschaften aus Buchholz und Lindwedel beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hat nicht zu einer Nominierung zum Landesentscheid geführt. Für den 24. Landeswettbewerb haben sich aus der Region Lüneburg die Orte Bohlsen, Nartum, Ostervesede und Wulmstorf qualifiziert. Sonderpreise erhalten Adelheidsdorf für die guten Ideen zur Dorferneuerung sowie Seedorf für die Ökologie im Dorf. Eine Jury war am Dienstagvormittag nach Buchholz angereist. Vor dem Dorfgemeinschaftshaus begrüßten der Buchholzer Bürgermeister Torsten Grünhage, Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs sowie Landrat Manfred Ostermann die Gäste, unter ihnen Meike Moog-Steffens, Bürgermeisterin von Schneverdingen und als Vertreterin des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes Mitglied der Kommission „Unser Dorf hat Zukunft“. Björn Gehrs und Joachim Plesse, stellvertretender Bürgermeister von Buchholz, fuhren mit den Jurymitgliedern auf einem Planwagen durch den Ort und die Gemarkung und erwiesen sich während der 45-minütigen Fahrt als versierte Fremdenführer. Die Tour führte zu zwei Neubaugebieten, die maßgeblich zum Anstieg der Einwohnerzahl geführt haben, vorbei an Bauernhöfen aus dem Jahre 1781 sowie dem Lebensmittelmarkt „Onkel Herbert“. Über die Situation der Buchholzer Landwirtschaft, die Betriebe im Ortskern und „die intakte Dorfkneipe“ wurde die Jury informiert. Bei einem Zwischenstopp im Grünen stellte Sara von Haacke den Waldkindergarten vor: „Eine Alternative zum Regelkindergarten. Hier zählen Kreativität und Ideen.“ Vom Waldfriedhof ging es am Rande des Industriegebietes vorbei, im dem unter anderem die Bäckerei Vatter ihren Standort hat. Die Jurymitglieder erfuhren, dass Buchholz über drei Pferdehöfe mit etwa 200 Islandpferden verfügt sowie über einen Heidelbeerbetrieb. Zu einem Versorgungsstopp kam es am alten Spritzenhaus. Feuerwehrangehörige servierten in alten Uniformen eine kleine Stärkung, die von den Planwagenfahrern dankend angenommen wurde. Burkhard Nass stellte als Vorsitzender seinen 524 Mitglieder zählenden Sportverein der Jury vor. Nach der Weiterfahrt wies Björn Gehrs auf die 20 Windenergieanlagen beiderseits der Bundesautobahn A7 hin, der größten Anlage im Heidekreis. „Wir leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Nutzung erneuerbarer Energien“, so der Samtgemeindebürgermeister, der weitere Erläuterungen zum Wasserschutzgebiet „Fuhrberger Feld“ gab, aus dem Trinkwasser auch für Hannover gewonnen wird. Über den Schützenverein und Spielmannszug Buchholz/Aller lieferte Gerd Twiefel Wissenswertes und am Kriegerdenkmal erinnerte Björn Gehrs an die seit 1971 bestehende enge Patenschaft mit dem Heeresmusikkorps 1 aus Hannover. Die Planwagenfahrt endete am Dorfplatz mit einem Besuch des Kindergartens, den Leiterin Kerstin Heine ausführlich vorstellte. In der benachbarten Grundschule begrüßte Schulleiterin Christine Rose die Gäste, und die Schüler der Klasse 3b trugen ein munteres Lied vor. Bürgermeister Grünhage zeigte der Jury den neuen Bücherwagen, der erst am Freitag offiziell eingeweiht wird. Mit dem Lied „Die fröhlichen Buchholzer“ erfreuten drei Musiker des Heeresmusikkorps 1 sowie ein Chor der Dorfgemeinschaft die Jury. Nach Besichtigung der Sporthalle im Dorfgemeinschaftshaus und dem angegliederten Feuerwehrgerätehaus, das Ortsbrandmeister Uwe Heisius den Gästen zeigte, fand der Rundgang in der Mensa des Gebäudes seinen Abschluss. Die Jury fuhr anschließend weiter nach Lindwedel und ließ sich vor Ort informieren (Über die Präsentation in Lindwedel berichteten wir in unserer Ausgabe vom vergangenen Samstag). Zum Ausscheiden der beiden Ortschaften erklärte Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs: „Wir akzeptieren als gute Teilnehmer diese Entscheidung. Unabhängig davon sind wir als Samtgemeinde sehr stolz, dass mit Lindwedel und Buchholz zwei Orte als Kreissieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen sind.“ Der Wettbewerb habe dazu beigetragen, die jeweilige Dorfgemeinschaft zu aktivieren, neue Projekte und Ideen in Gang zu schieben: „Das ist wirklich sehr viel wert“, ergänzte Björn Gehrs.