Für Toleranz, Vielfalt und Frieden

Bei den Menschen, die in Walsrode friedlich demonstrierten, hat Intoleranz keinen Platz. Foto: Michael Leufgen

Über 400 Menschen gingen in Walsrode auf die Straße

Heidekreis. Dass so viele Menschen schon mal Pegida-vorbeugend auf die Straße gehen, damit hatten die Veranstalter nicht gerechnet. Dem Aufruf von Kirchen, Parteien und Gewerkschaften folgten fast 500 Menschen auf Walsrodes Rathausplatz. Unter den Teilnehmenden war auch Schwarmstedts Bürgermeisterin Claudia Schiesgeries.
Helma Spöring, Bürgermeisterin von Walsrode, begrüßte die Versammelten mit den Worten: „Wir müssen verhindern, dass Angst vor dem Islam entsteht“ und „wir müssen zeigen, dass Intoleranz keinen Platz hat“. Gewerkschaftssprecher Charly Braun erklärte, dass vor 1933 die Nazis die von sozialen Abstiegsängsten Bedrohten gegen Juden aufzuhetzen vermochten. Heute werde die angebliche Islamisierung des Abendlandes zum Sündenbock erklärt. „Nicht die Einwander sind Schuld an Arbeitsplatzabbau, Befristungsjobs, Hartz IV und Rente mit 67. Rassismus ist keine Lösung für soziale Probleme, sondern der Boden für Anschläge gegen Flüchtlinge, Behinderte und andere sozial Ausgegrenzte.“
Die Demonstration zog weiter zur Stadtkirche, wo Superintendent Ottomar Fricke sich an Flüchtlinge richtend erklärte: „Ihnen möchten wir sagen, dass Sie sich hier sicher und willkommen fühlen dürfen. Auf andere zugehen und zu helfen, das ist Kern unserer Religion".