Gehrs verweist auf kurioses Jubiläum

Aktenstudium: Am 13. Januar 1989 teilte das Land Niedersachsen erstmals der Gemeinde mit, dass Planungen zum Bau einer Bahntrasse an der Autobahn beabsichtigt sind. Seit 25 Jahren in dadurch die Gemeinde in ihren Planungen gehindert.

25 Jahre Trassenplanung entlang der Autobahn

Schwarmstedt. Im Schwarmstedter Rathaus konnte man diese Woche auf ein besonderes Jubiläum zurückblicken. Genau vor 25 Jahren haben Bund und Land damit begonnen, entlang der Autobahn Planungen zum Bau von Bahntrassen aufzunehmen. Mit Eingangsstempel 13. Januar 1989 findet sich auf inzwischen vergilbtem Papier in der Akte ein Schreiben des Niedersächsischen Innenministeriums in dem dieses mitteilt, dass das Land Niedersachsen ein Raumordnungsverfahren beabsichtigt. Die Hauptlinienführung für die Bahntrasse soll entlang der Autobahn A7 liegen. Es handelte sich damals um Planungen für den Transrapid, der ebenso wenig verwirklicht wurde, wie seitdem die Y-Trasse. „Für die Gemeinde bedeutet dieses Jubiläum kein Anlass zur Freude. Wir müssen seit 25 Jahren auf Planungen für Bahntrassen Rücksicht nehmen, die bislang nie realisiert wurden. Flächennutzungspläne oder Bauvorhaben im Buchholzer Gewerbegebiet können nicht frei geplant werden, sondern müssen diese übergeordneten Planungen berücksichtigen. Auch einige private Grundstückinteressenten haben sich nicht in der Gemeinde Buchholz oder Essel niedergelassen, weil diese Planungen seit einem Vierteljahrhundert im Raum stehen. Dies kostet Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft“, bemängelt Schwarmstedts Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs. Er fordert daher Bund und Land auf, nun endlich die seit langem überfälligen Konsequenzen zu ziehen und die alte Y-Trasse an der Autobahn aus allen Plänen zu streichen. „Diese Planungen haben sich schon lange nicht mehr als zeitgemäß erwiesen und ich setze große Hoffnungen in den nun anstehenden Termin, in dem die neuen Y-Trassenplanungen vorgestellt werden sollen.“