Gehrs zu Ärztemangel

Schwarmstedt. Gute Nachfrage verzeichnet die Informationsseite www.Aerzte-fuer-Schwarmstedt.de, die seit mehr als einem Jahr um neue Ärzte für die Samtgemeinde Schwarmstedt wirbt. Die Information wurde auf Initiative der SPD Schwarmstedt eingerichtet, die kontinuierlich an diesem Thema arbeitet. Werbung allein reicht allerdings nach Auffassung der SPD Schwarmstedt nicht aus, um den Ärtzemangel auf dem flachen Land grundlegend zu bekämpfen. "Es müssen auf Landes- und Bundesebene endlich Rahmenbeindungen geschaffen werden, damit mehr Menschen ein Studium aufnehmen um Hausarzt zu werden", betont der Buchholzer Kommunalpolitiker Björn Gehrs. Er warnte davor den Eindruck zu vermitteln, dass die kommunale Ebene auf Gemeinde- oder Kreisebene diese Mängel ausgleichen könnten. Erst zu Jahresbeginn hatte der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund als Interessenvertetung der Kommunen darauf hingewiesen, dass Niedersachsen noch keine Antwort auf das Problem des Hausä
rztemangels hat. Andere Bundesländer haben dagegen bereits aktiv Maßnahmen zur Gewinnung von Hausärzten ergriffen. So haben Sachsen und Thüringen Stipendienprogramme aufgelegt, um Medizinstudenten für den Hausarztberuf zu gewinnen. NRW stellt in den Jahren 2009 und 2010 jeweils 1.5 Millionen Euro bereit und unterstützt die Niederlassung und Weiterbildung in 107 förderungsfähigen Gemeinden. Hausärzte die sich dort niederlassen wollen, können bis zu 50.000 Euro Förderung beantragen. Da es in Niedersachsen solche Programme nicht gibt, mussten vor Ort wieder einmal die Gemeinden einspringen, ärgert sich Gehrs. Dies zeigen die jüngsten Beispiele aus der Samtgemeinde Ahlden und Schwarmstedt. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung werden in Niedersachsen bis zum Jahr 2020 3000 neue Hausärzte benötigt. "Mit Werbung ist es also nicht getan, sondern es müssen endlich bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden. Die Kommunen unbd Kreise dürfen mit diesem Thema nicht länger allein gelassen werden", fordert die SPD Schwarmstedt.