Gewerkschaft ehrt langjährige Mitglieder

Die Geehrten bei ver.di aus dem Aller-Leine-Tal. Foto: Röder, ver.di

ver.di: gesetzliche Personalbemessung statt Lohnverzicht in Kliniken

Heidekreis. Zur Ehrung langjähriger GewerkschafterInnen begrüßte ver.di-Ortsvorsitzender Alan Catlin von ver.di-Niedersachsen Elke Nobel. Die sympathische Hauptamtliche gab einen historischen Abriss über gewerkschaftliche Kämpfe der letzten 70 Jahre. Die letzten zehn Jahre seien stark durch Abwehrkämpfte geprägt.
Häufig geht es um Tarifflucht wie bei der Post, Ausgliederung und Privatisierung wie im Gesundheitswesen. Angesichts der schlechten Klinikfinanzierung wird das „Personal zur Finanzierungsquelle, daraus wird Erpressung der Beschäftigten“, kritisierte Elke Nobel. Der Verzicht auf Überstunden-Bezahlung im Heidekreis-Klinikum sei falsch. „Es gab keine Gegenleistung und nicht mal eine Prüfung durch neutrale Gutachter. Für stressfreie Arbeit und gute Patientenversorgung hilft nur eine gesetzliche Personalbemessung“, erläuterte die ehemalige Krankenschwester. Sie lobte die Willkommenskultur für Geflüchtete. „Diese Menschen haben Schweres erlebt. Es gibt genug Geld für Arme, Obdachlose und Flüchtlinge, wir müssen es nur umverteilen“. Ausdrücklich lehnte Elke Nobel den Dialog mit Rassisten, AfD, Pegida und Aktion-Grablicht ab. Ob Tariffragen oder gegen Rassismus, „nur mit vielen Mitgliedern ist ver.di eine erfolgreiche Streit- und Streikmacht“, schloss die Jubilarrednerin.
Geehrt wurden aus dem Aller-Leine-Tal für 60 Jahre Günter Prüshoff (ehemaliger Personalratsvorsitzender Krankenhaus Walsrode); für 50 Jahre: Johann König, Hans-Joachim Becker, Fritz Söder; für 40 Jahre: Marek Mirekki, Klaus Evers, Ute Wortmann, Jürgen Meyer und für 25 Jahre: Sonja Wolff, Alan Catlin, Arnim Luitjens, Uwe Rohde, Gabi Stern, Sylka Kojelis, Christian Kewitz, Liane Köhler, Regine Maier, Iris Mesenbrink, Michael Boschek, Marlene Dreuse,