„Grabenkamp“ ist sehr gefragt

Bürgermeister Artur Minke (stehend) eröffnet die Ratssitzung im Hotel & Restaurant Balland's. Foto: B. Stache

Ratssitzung in Lindwedel gibt Antworten auf viele Fragen zum Neubaugebiet

Lindwedel (st). Fast 20 Einwohner hatten sich am Dienstagabend zur Sitzung des Gemeinderates Lindwedel im Hotel & Restaurant Balland's eingefunden. Bürgermeister Artur Minke begrüßte zu Beginn Gemeindedirektor Björn Gehrs und Verwaltungsmitarbeiterin Ute Harms, die das Protokoll führte. Unter Tagesordnungspunkt „Berichte und Mitteilungen des Gemeindedirektors“ gab dieser eine Information vom Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg, Geschäftsstelle Verden bekannt. Demnach werden für die Maßnahme „ländlicher Wegebau“ keine neuen Anträge auf Zuwendungen zur Förderung mehr angenommen. Des Weiteren trug Björn Gehrs eine Anregung der SPD-Fraktion zur Anlage einer Streuobstwiese auf dem Gebiet der Gemeinde Lindwedel vor. Für ein solches Vorhaben sei – unter Berücksichtigung von Eigentum und Erreichbarkeit – einzig die gemeindeeigene Fläche nördlich der Bahn und östlich des Dickewegs geeignet. Der Gemeindedirektor gab jedoch zu bedenken, dass sich auf diesem Gelände auch ein Spielplatz befindet. Durch Wespen in der Umgebung der Obstbäume könnte es zu Problemen kommen. Es sollte daher erwogen werden, andere Baumarten zu pflanzen. In der anschließenden Einwohner-Fragestunde ging es um den Ausbau der Sprockhofer Straße und die Reinigung verstopfter Gullys. Bürgeranfragen gab es auch zu den zugewachsenen Seitengräben am Ligusterweg in Lindwedel sowie zur Versorgung der Haushalte mit Glasfaserkabeln. Nachgefragt wurde zudem der Zeitplan für das Lindwedeler Neubaugebiet „Grabenkamp“. Gemeindedirektor Björn Gehrs erklärte dazu, dass erst nach einem vom Gemeinderat zu fassenden Satzungsbeschluss „noch heute Abend“ die weiteren Schritte eingeleitet werden können. Für die Ausschreibung werden zirka zwei bis drei Monate benötigt, danach könne die Vermarktung beginnen. Im Frühsommer 2018 sei mit einem Baubeginn zu rechnen, hieß es. Dem erforderlichen Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 17 „Grabenkamp“ stimmte der Rat wenig später geschlossen zu. Die Vergabekriterien für das neue Baugebiet mit 37 Grundstücken waren ein weiteres Thema. Es gebe zirka 60 Interessenten, erklärte der Bürgermeister. „Die Lindwedeler haben Vorrang beim Kauf von 20 Grundstücken.“ Bei mehr Bewerbern entscheidet das Los. Der Rat hatte in diesem Zusammenhang über eine Beschlussvorlage zu beraten, wonach bei der vorrangigen Vergabe der Bauplätze auch Bewerber mit einem Verwandtschaftsverhältnis ersten und zweiten Grades bevorzugt zu berücksichtigen seien. Der Verwaltungsausschuss hatte dazu bereits eine Ablehnung empfohlen. Die Ratsmitglieder folgten dieser Empfehlung – die vorliegende Beschlussvorlage wurde einstimmig abgelehnt. Bekannt gegeben wurde seitens der Verwaltung, dass in zwei bis drei Wochen alle Interessenten am Neubaugebiet „Grabenkamp“ ein Informationsschreiben erhalten sollen. Bürgermeister Artur Minke forderte dazu auf, für die zukünftige Straße im „Grabenkamp“ Namensvorschläge einzureichen. „Wir bauen eine neue Straße, die wird irgendwann einen Namen brauchen – wir nehmen Vorschläge an“, formulierte er. Gegen 21 Uhr schloss Bürgermeister Artur Minke die Sitzung.