Gravierende Änderungen am Standort Lindwedel

Die Volksbank soll vor Ort in Lindwedel bleiben: Bürgermeister Artur Minke, seine Stellvertreterin Heike Lorenz und Gemeindedirektor und Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs.

Gemeinde wendet sich gegen Schließung der Volksbank-Filiale

Lindwedel. Erst Elze-Bennemühlen, nun Lindwedel. Aus den Medien haben
die Vertreter der Gemeinde Lindwedel in der letzten Woche erfahren, dass die Hannoversche Volksbank gravierende Änderungen am Standort in Lindwedel plant. So soll der letzte Öffnungstag am 30. November sein. Danach erfolgt kein Kundenservice mehr vor Ort. Lediglich ein Geldautomat und ein Kontoauszugsdrucker sollen zunächst bestehen bleiben.
Dieses Vorgehen der Hannoverschen Volksbank kennen auch die Einwohner
aus dem benachbarten Elze-Bennemühlen. Auch dort hat die Hannoversche
Volksbank 2015 die Beratungsleistungen abgeschafft und den Geldautomat und
SB-Kontoauszugsdrucker zunächst belassen. Nur kurze Zeit später im März wurde dann der Standort Elze ganz aufgegeben, trotz scharfer Proteste der Gemeinde Wedemark durch den Ortsbürgermeister Jürgen Benk und Helge Zychlinski.
Auch in Lindwedel ist man mit der Vorgehensweise nicht einverstanden. In Abstimmung mit Bürgermeister Artur Minke hat sich unmittelbar nach Bekanntwerden der Entscheidung Gemeindedirektor Björn Gehrs an den Vorstand der Hannoverschen Volksbank gewandt. In dem Schreiben weist die Gemeinde darauf hin, dass es bedauerlich ist, dass sie bei einer Entscheidung der
Hannoverschen Volksbank bislang nicht angehört wurde und auch keine Information erhalten hat. „Die Gemeinde Lindwedel ist mit dem Abbau der Infrastruktur vor Ort nicht einverstanden. Aufgrund ihrer räumlichen Lage wären bei der vorgesehenen vollständigen Einstellung der Beratungsleistungen für die betroffenen Einwohner große Wege zurückzulegen. Lindwedel ist eine stetig wachsende Gemeinde und
Hauptzuzugsgebiet. Nicht umsonst ist in den vergangenen Jahren viel Infrastruktur vor Ort geschaffen worden (Ansiedlung Supermarkt, Ärzte, Dienstleistungen und mehr). Lediglich die Hannoversche Volksbank geht mit der Schließung einen anderen Weg", schreibt Gemeindedirektor Björn Gehrs unmissverständlich. Er und die Gemeindevertreter laden Jürgen Wache, den Sprecher des Vorstandes der Hannoverschen Volksbank zu einem persönlichen Gespräch in das Schwarmstedter Rathaus ein. Hierbei soll es insbesondere um die Alternativen zur Schließung gehen. Dies könnten beispielsweise Beratungsleistungen an einzelnen Tagen der Woche in Lindwedel sein. Auch vor diesem Hintergrund der Erfahrungen in der Wedemark wird der Vorstand um Auskunft gebeten, welche langfristigen Planungen die Hannoversche Volksbank für Lindwedel vorsieht.