Grindel legt offiziell Mandat nieder

Reinhard Grindel mit Bundestagspräsident Norbert Lammert.

CDU-Bundestagsabgeordneter gibt Erklärung gegenüber Parlamentspräsident ab

Heidekreis. So ist es im Abgeordnetengesetz vorgesehen: die Mandatsniederlegung erfolgt durch Verzichtserklärung gegenüber dem Bundestagspräsidenten. Diesen formellen Schritt hat jetzt der scheidende CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel unternommen und am Mittwochmittag gegenüber Bundestagspräsident Norbert Lammert sein Mandat zum 3. Juni 2016 niedergelegt. „Angesichts der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich, die am 10. Juni beginnt und bei der ich als Delegationsleiter des DFB dabei sein darf, war es zwingend, dass ich vor Beginn des Turniers meine Arbeit im Parlament beende“, sagte Reinhard Grindel, der seit rund sechs Wochen neuer Präsident des DFB ist. Dementsprechend tauschten sich Lammert und Grindel bei ihrem Abschiedsgespräch im Berliner Reichstag über die Erfolgsaussichten der deutschen Elf bei der EURO 2016 aus. Lammert, der jahrelang in der Fußballmannschaft des Bundestages mitgespielt hatte, erkundigte sich aber auch nach der sportpolitischen Situation in der FIFA und UEFA. „Ich gehe davon aus, dass Sie sich Ihren Schritt gut überlegt haben“, mahnte der Bundestagspräsident Grindel vor dessen Unterschrift unter die Verzichtserklärung. Der scheidende Parlamentarier entgegnete: „Ich bin dankbar, dass ich 14 spannende Jahre im Hohen Haus mitarbeiten und Politik an zentraler Stelle mitgestalten durfte. Ich freue mich aber jetzt auch darauf, dass ich mich unbelastet von anderen Verpflichtungen auf meine Aufgaben im DFB konzentrieren kann.“ Am Abend wurde Grindel im Rahmen eines Empfangs verabschiedet, an dem neben vielen Bundestagsabgeordneten auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble teilnahm.