Grindel: "Nicht bei Facebook in den Urlaub verabschieden"

Reinhard Grindel (li.) und Lutz Winkelmann (re.) bei ihrem Besuch der Polizeiinspektion Soltau mit Polizeidirektor Stefan Sengel (2. von li.) und dem Leiter des Zentralen Kriminaldienstes Karsten Lemke (2. v. re.).

CDU-Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel warnt zur Urlaubszeit vor kriminellen Hinweisgebern im Internet

Heidekreis. Das Thema Wohnungseinbrüche stand im Mittelpunkt des Besuchs des CDU-Bundestagsabgeordneten Reinhard Grindel beim neuen Polizeidirektor der Polizeiinspektion Soltau, Stefan Sengel. Dieser berichtete gemeinsam mit dem neuen Leiter des Zentralen Kriminaldienstes, Karsten Lemke, über die nach wie vor zu hohe Zahl von Einbrüchen im Heidekreis und über das neue Phänomen der Hinweisgeber, die gezielt Wohnsiedlungen erkunden, um Einbrechern Hinweise auf kurzfristig verwaiste Häuser zu geben. „Die Bürger des Heidekreises sollen sicher in die anstehende Urlaubszeit starten können. Nachbarn können um Hilfe gebeten werden, damit die eigenen vier Wände auch während der Urlaubszeit bewohnt aussehen und ich appelliere an die Kinder der Reisenden, sich nicht auf Facebook in den Urlaub zu verabschieden. Sogenannte Hinweisgeber durchsuchen heutzutage gezielt auch soziale Netzwerke im Internet.“ Diesen Appell richtete der CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel nach seinem Besuch an die Bevölkerung. Die Polizei des Heidekreises ist hervorragend aufgestellt. Flächendeckend gebe es einen hohen Standard in der Erreichbarkeit bei Tag wie bei Nacht, berichteten Stefan Sengel und Karsten Lemke dem CDU-Abgeordneten. Im Schwerpunktbereich der Einbrüche gebe es gute Aussichten, Täter zu fassen, die in 70 Prozent der Fälle aus dem näheren Umkreis kämen. „Stefan Sengel bringt frischen Wind in die Inspektion und ist mit guten Ideen in seine neue Aufgabe gestartet. Ich unterstütze vor allem seinen Vorstoß, größeren Fahndungsdruck auf Kriminelle auszuüben, indem nachts verstärkt Schwerpunktkontrollen in Zusammenarbeit mit der Bereitschaftspolizei durchgeführt werden“, so Grindel. Potenzial zur Erleichterung der Polizeiarbeit sehen Sengel und Grindel in der Kooperation von Polizei und Staatsanwaltschaft. "Gerade bei Jugendlichen muss die Strafe der Tat auf dem Fuße folgen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür sind geschaffen, jetzt braucht es auch Staatsanwälte und Richter, die die Polizei bei ihrer Arbeit unterstützen und jugendliche Straftäter nicht zu schnell wieder laufen lassen", so Reinhard Grindel. Auch CDU-Landtagskandidat Lutz Winkelmann, der Grindel bei seinem Besuch begleitete, fordert eine schnellere Abwicklung von Verfahren bei der Staatsanwaltschaft. "Der Täter-Opfer-Ausgleich zum Beispiel im Bereich von Körperverletzungen und Sachbeschädigungen ist ein wirksames Mittel gerade bei jungen Tätern, das endlich stärker die Opfer in den Mittelpunkt stellt", so Winkelmann.