Großes Interesse an der Energiewende im Aller-Leine-Tal

Urkundenverleihung der Solarbundesliga: Jeanett Kirsch (KoRiS, von links), Stefan Dreesmann (PG E-Mobilität und Solarenergie), die Bürgermeister Udo Schönberg (Grethem), Erich Lohse (Gilten), Hans-Dieter Orlovius (Frankenfeld) und Karl Gerhard Tamke (PG E-Mobilität und Solarenergie).

Siegerehrung der Solarbundesliga bei erster Sitzung im Januar

Aller-Leine-Tal. Zum Start des Jahres hat das Energienetzwerk EwALT – Energiewende im Aller-Leine-Tal – kürzlich zu ihrer ersten Sitzung im Jahr 2017 eingeladen. Mehr als 30 Akteure sind dem Aufruf in das Bürgerhaus der Gemeinde Hodenhagen gefolgt. Unter dem Motto „Wir im Aller-Leine-Tal gestalten die Energiewende mit“ fand ein reger Austausch zum Stand der Aktivitäten rund um das Thema Energie statt.
Energiegeladen ging es mit der Siegerehrung der Solarbundesliga los. In der Solarbundesliga werden jährlich die bei der Solarenergienutzung erfolgreichsten Kommunen in Deutschland ausgezeichnet. Den ersten Platz im Aller-Leine-Tal und im Land Niedersachsen belegt im Jahr 2016 die Gemeinde Frankenfeld. Die Plätze zwei und drei gehen an die Gemeinden Gilten und Grethem. Um diesen Erfolg zu ehren, überreichten die EwALT-Mitglieder Karl Gerhard Tamke, Bürgermeister der Gemeinde Hodenhagen, und Stefan Dreesmann, Sprecher der Projektgruppe E-Mobilität und Solarenergie, den Bürgermeistern der Gemeinden je eine Urkunde und ein kleines Präsent in Form von essbaren Gummi-Sonnen.
In einer anschließenden Berichtsphase haben die Sprecher und Mitglieder der bereits bestehenden Projektgruppen aus der Region die Möglichkeit genutzt, den aktuellen Stand ihrer Projekte vorzustellen und Anregungen und Ideen der Teilnehmer des EwALT-Treffens aufzunehmen: E-Mobilität – Ziel der Projektgruppe ist es, eine flächendeckende Ladeinfrastruktur für Elektro-fahrzeuge (PKW) in der gesamten Region von Verden bis nach Celle aufzubauen und das In-teresse bei den Bürgern für das Thema E-Mobilität zu wecken. Geplant sind 19 E-Ladestationen, jeweils zwei bis drei in jeder der acht (Samt-)Gemeinden des Aller-Leine-Tals. Die Projektgruppe stellt zurzeit Überlegungen an, welche Standorte für die E-Ladesäulen geeignet sind. E-Dorfauto – Die Projektgruppe E-Car-Sharing möchte im gesamten Aller-Leine-Tal, beginnend mit einem Impulsprojekt in Dörverden-Westen, Car-Sharing mit E-Autos anbieten. Car-Sharing bedeutet, dass Autos von den Einwohnern der Orte gemeinschaftlich genutzt wer-den. Ziel ist es, zum einen den Bürgern Mobilitätsalternativen im ländlich geprägten Aller-Leine-Tal zu bieten. Zudem leistet das Projekt durch den Einsatz von E-Fahrzeugen einen Beitrag zum Klimaschutz in der Region. Energiegenossenschaft – Im letzten halben Jahr hat sich die Projektgruppe Energiegenossenschaft intensiv mit dem Gründungsvorhaben beschäftigt. Zurzeit liegt der Geschäftsplan dem Genossenschaftsverband zur gesetzlich vorgeschriebenen Prüfung vor. Noch im Januar soll die Energiegenossenschaft gegründet werden. Zu den ersten Projekten der Energiege-nossenschaft zählt auch das E-Dorfauto. Mitfahrbänke – An zentralen Orten im Aller-Leine-Tal sollen Mitfahrerbänke aufgestellt werden, die in Verbindung mit einem Ausklapp-Schild den Vorbeifahrenden anzeigen, wohin ein „Wartender“ mitgenommen werden möchte. Das Projekt wurde bereits durch die Lokale Aktionsgruppe im Aller-Leine-Tal positiv beschlossen, so dass die Projektgruppe in diesem Jahr mit der Aufstellung von 20 Bänken, zunächst in der Gemeinde Dörverden und der Samtgemeinde Ahlden, beginnen kann. Energie-Erlebnis-Garten – Auf Lehrpfaden oder in einer Art Wissenspark sollen Einheimische und Gäste spielerisch und mit Spaß das Thema erneuerbare Energien erkunden/erfahren. Derzeitig entstehen an verschiedenen Orten im Aller-Leine-Tal, unter anderem am Tagungs-zentrum Drübberholz in der Gemeinde Dörverden und am alten Schleusenwärterhaus in der Gemeinde Winsen (Aller), Ideen zur Umsetzung des Projektes. Der Garten soll ganz nach dem Motto „Energie zum Anfassen“ gestaltet werden. Zu den ersten Ideen zählen zum Bei-spiel Exponate wie Fahrräder, mit denen Energie erzeugt werden kann, sowie das Angebot von Kursen zum modellhaften Bau einer Windkraftanlage im Tischformat. Wie aktiv und ideenreich die Akteure aus dem Aller-Leine-Tal sind, hat sich auch in der Vorstellung vieler neuer Projektideen gezeigt. Unter anderem gab es einen Vorschlag, den Bürgern der Region Probefahrten mit E-Autos anzubieten oder Energie-Infopoints an touristisch hoch frequentierten Orten im Aller-Leine-Tal aufzubauen. Am Schleusenwärterhaus in Bannetze könnte ein Energie-Haus als zentrale Informationsstelle zum Thema Energie eingerichtet werden.
Bei Interesse an der Mitarbeit im Energienetzwerk EwALT oder in einer der Projektgruppen können sich Interessierte gerne an das LEADER-Regionalmanagement Jeanett Kirsch vom Büro KoRiS unter Telefon (05 11) 59 09 74 30 oder kirsch@koris-hannover.de wenden.