Großzügiger Scheck für die Tafel

(v.l.n.r) Die Geschäftsführer von Gand Haustechnik GmbH & Co, Roland Gand und Heike Reichelt, Gisela Seidel von der Ausgabestelle Schwarmstedt, die 1.Vorsitzende der Walsroder Tafel, Ursula Meyer, Kassenwartin Helga Rübke und die Schwarmstedter Mitarbeite

Gand Haustechnik unterstützt Walsroder Tafel

Schwarmstedt. „Das gibt es ja nicht, das ist ja unglaublich“ freuten sich die Damen der Walsroder Tafel, als sie die Höhe des Schecks sahen, den sie aus den Händen von Heike Reichelt und Roland Gand entgegen nehmen konnten. Die Geschäftsführern der Gand Haustechnik GmbH & Co KG freuten sich, stolze 3350 Euro an die gemeinnützige Einrichtung übergeben zu können. Die Firma Gand Haustechnik hatte im August ihr 40 jähriges Jubiläum gefeiert und ihre Gäste – Kollegen, Geschäftspartner, Großhandel und Hersteller – an Stelle von Geschenken um eine Spende zugunsten der Walsroder Tafel, Ausgabestelle Schwarmstedt, gebeten. Beim „Tag der offenen Tür“ wurden Sparschweine für die Tafel aufgestellt, und auch der Erlös aus dem Verzehrverkauf war für den guten Zweck bestimmt. Die Geschäftsführer stockten den ohnehin schon ansehnlichen Betrag noch auf, und wenn eine weitere zugesagte, aber noch nicht erfolgte Überweisung eingegangen ist, sind es sogar 3500 €, über die die Tafel dann verfügen kann. „Das ist toll, wir können das Geld gut gebrauchen“ freute sich die Vorsitzende der Walsroder Tafel, Ursula Meyer, gemeinsam mit ihrer Schatzmeisterin Helga Rübke. „Wir möchten einen Pavillon kaufen, damit die Wartenden auch bei Regen im Trockenen stehen“ ergänzte Gisela Seidel, die Leiterin der Ausgabestelle Schwarmstedt. Zwischen 38 und 50 Personen warten dort freitags geduldig darauf, dass sich um 18 Uhr die Tür des Küsterhauses öffnet, und sie für sich und ihre Familien gegen ein Tütengeld von 1 € Lebensmittel „einkaufen“ können. 7100 Personen wurden auf diese Weise im letzten Jahr von den 27 HelferInnen allein in Schwarmstedt betreut, wo die Ausgebestelle der Diakonie angegliedert ist. Die Zahl der Gäste ist steigend, erklären Ursula Meyer und Gisela Seidel übereinstimmend. Zunehmend jüngere Familien und Alleinerziehende gehen den nicht immer leichten Weg zu den Tafeln, die es bundesweit seit 15 Jahren gibt, und zum Monatsende sind es besonders viele, die darauf angewiesen sind, (fast) kostenlos Lebensmittel zu bekommen um überhaupt satt zu werden. Aber auch die sozialen Kontakte, die sich hier ergeben, sind für viele der Tafelgäste wichtig. „Hier kann ich wenigstens mal reden“, begründet manch ein Besucher, warum er auch bei Schnee und Regen Stunden auf die Öffnung der Tafel wartet. Damit die Tafeln diese selbst gestellte, wichtige gesellschaftliche Aufgabe erfüllen können, ist neben der direkten Arbeit der Ausgabe viel Planung und Logistik erforderlich. Regelmäßig müssen Lebensmittelmärkte, Bäckereien und andere Lieferanten angefahren werden, um dort Dinge ab zu holen, die nicht mehr verkauft werden können oder deren Verfallsdatum in Kürze abläuft. Für diese Fahrten muss ein Fahrzeug unterhalten und mit Sprit versehen werden. Auch dafür kann der Spendenscheck gut verwendet werden, während davon gemäß Richtlinien der Tafeln keine Lebensmittel für die Ausgabe gekauft werden dürfen.


Bildunterschrift:

(v.l.n.r) Die Geschäftsführer von Gand Haustechnik GmbH & Co, Roland Gand und Heike Reichelt, Gisela Seidel von der Ausgabestelle Schwarmstedt, die 1.Vorsitzende der Walsroder Tafel, Ursula Meyer, Kassenwartin Helga Rübke und die Schwarmstedter Mitarbeiterin Regina Stukert.