Grußwort des Bürgermeisters Björn Gehrs Gemeinde Buchholz (Aller)

Björn Gehrs.

Gemeinsam haben wir viel erreicht!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wir in der Gemeinde Buchholz haben richtig Grund zu feiern: Mit der Einweihung unseres neuen Mehrzweckgebäudes ist ein lang ersehnter Traum in Erfüllung gegangen. Mit Sporthalle, Mensa, Jugendraum, Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus ist hier der neue Dorfmittelpunkt von Buchholz entstanden. Besonders freut mich, dass das damit neu geschaffene Angebot bereits in den ersten Monaten gut angenommen wird. Als Bürgermeister kann ich feststellen, dass die jahrelangen schwierigen Verhandlungen, die dem Bau vorausgingen und das Warten auf Zuschüsse sich fur unsere Gemeinde gelohnt haben. Allen die uns hierbei unterstützt haben und allen ehrenamtlichen Helfern beim Bau danke ich herzlich: Gemeinsam haben wir viel erreicht!
Weiter geht es in Buchholz in 2011 mit dem Bau der Krippe. Damit wird die Lücke in der Betreuung der unter dreijährigen vor Ort geschlossen. Dies hilft nicht nur den Familien. Wir werden damit auch als Zuzugsgemeinde noch attraktiver, denn günstiges kommunales Bauland ist zwar eine Voraussetzung - reicht alleine im Wettbewerb heute aber nicht mehr aus.
Im Wettbewerb stehen wir auch bei der Vermarktung von Gewerbegrundstücken. Ein Wettbewerbsnachteil stellte bislang die unzureichende Versorgung mit schnellem Internet dar. Mich freut, dass auch hier Fortschritte erzielt wurden. Buchholz ist die erste Gemeinde in Niedersachsen in der die neue LTE-Internet-Technik eingeführt wurde. Auch hier haben sich die Aktivitäten gelohnt. Allerdings dürfen wir uns auf diesem Gebiet nicht ausruhen, sondern müssen die rasant verlaufende technische Entwicklung weiter aktiv begleiten, um nicht abgehängt zu werden. Wir müssen daher weiter alles tun, damit sich neue Betriebe hier ansiedeln, Arbeitsplätze vor Ort geschaffen werden und unsere Gemeinde attraktiv für Zuzüge bleibt.
Lebenswert ist unsere Gemeinde auch durch die vielfältigen Aktivitäten
der ehrenamtlich Engagierten. Diese haben unsere Unterstützung verdient. Andere Gemeinden haben in den vergangenen Jahren freiwillige Leistungen gestrichen. Buchholz ist diesen Weg nicht gegangen. Unsere Vereine werden weiterhin unverändert finanziell unterstützt und haben im abgelaufenen Jahr großes geleistet. Als ein gutes Beispiel möchte ich das Jubiläumsschützenfest zum 100-jährigen Bestehen des Schützenvereins Buchholz anführen, das unter großer Beteiligung der Dorfgemeinschaft erfolgte. Wichtig ist mir ein Miteinander, das von Wertschätzung und Rücksicht geprägt ist, denn ehrenamtliche Ressourcen sind knapp und kostbar. Ich würde mich daher darüber freuen, wenn es 2011 gelingt, dass Veranstaltungstermine einvernehmlich gefunden werden. Zeitgleiche Veranstaltungen in Buchholz und Marklendorf die parallel um den gleichen Teilnehmerkreis konkurrieren sollten endlich der Vergangenheit angehören.
Auch im Jahr 2010 wurden wir weiter bei der Unterstützung der Bewältigung der enormen Folgen des Reifenlagerbrandes enttauscht. Die Buchholzer- und die Samtgemeindebürger wurden von übergeordneten Stellen gleich zweimal im Stich gelassen. Zum einen durch die nicht erfolgte rechtzeitige Räumung vor dem Brand. Zum anderen hat das Landes Niedersachsen unsere berechtigten Kostenforderungen abgelehnt. Freiwillig gibt es kein Geld, so die unmissverständliche Entscheidung der Landesregierung in Hannover. Auch will man sich dort nicht mehr mit unseren Argumenten und der für die Gemeinde und Samtgemeinde schwierigen Situation auseinandersetzen, wie man uns Schwarz auf Weiss mitteilte. Ich halte dies für einen Skandal, zumal
Gemeinde und Samtgemeinde durch den Reifenlagerbrand mehr als 150.000
Euro Kosten entstanden sind. Auf denen sollen wir nun alleine sitzen bleiben. Die nun durch die Samtgemeinde beschlossene Klage gegen das Land Niedersachsen ist die richtige Antwort hierauf.
Unsere Hartnäckigkeit hat auch in anderen Bereichen zum Erfolg geführt. Nach jahrelangen Bemühungen ist es endlich gelungen, die Situation im Einmündungsbereich Westerholzstrasse mit der neuen Tempo 70-Zone zu entschärfen. Eine Querungshilfe über die B214 in Marklendorf kann erfolgen, sobald die Zuschüsse hierfür bewilligt werden.
Die Beispiele zeigen, dass auch das Jahr 2011 die Gemeinde Buchholz vor Herausforderungen stellen wird. Wir haben viel vor, denn Stillstand ist Rückschritt! Für 2011 wünsche ich uns allen Erfolg, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Bedanken möchte ich mich bei allen Aktiven für ihr ehrenamtliches
Engagement und bei den Einwohnern unserer Gemeinde für das gute
Miteinander. Den Kolleginnen und Kollegen im Rat und in der Verwaltung danke für die gute Zusammenarbeit. In diesem Sinne wünschen Rat und Verwaltung und auch ich ganz persönlich Ihnen für das vor uns liegende Jahr Glück, Erfolg und persönliches Wohlergehen.

Ihr Björn Gehrs