Indianer statt Fußball kam an

Gebannt verfolgten die Zuschauer die Festspiele am Kalkberg.

CDU bei „Halbblut“ in Bad Segeberg (aki)

Schwarmstedt. „Trotz der Hitze und ohne Fußball war es ein unbeschreiblich schöner Tag“, schwärmten die Besucher, die am Sonnabend im Rahmen des Ferienprogramms mit dem CDU- Kreisverband beim Karl-May-Festspiel „Halbblut“ in Bad Segeberg waren. Mit sieben Bussen wurden die kleinen und großen Winnetou-Begeisterten zuerst zum Zwischenstopp in den Tierpark Eekholt gebracht. Hier konnte man sich in dem weitläufigen Waldgelände noch gut vor der Wärme schützen. In der Arena am Kalkberg waren die Schatten-plätze bald besetzt. Manche saßen aber, zwar gut „behütet“, in sengender Hitze. Dafür waren die Stunts umso cooler und Handlung und Action ließen den Zuschauern fast das Blut in den Adern gefrieren. 1870 im Wilden Westen – weiße Siedler erobern das Land. Der Goldrausch lockt unzählige Glücksjäger in die Neue Welt. Doch Sabotage überschattet den Eisenbahnbau im Firwood Camp. Unerklärliche Feuer brechen aus und wie von Geisterhand entzündet sich eine Explosion, die den Zug entgleisen lässt. Saloonbesitzer Charles Leveret (Ingo Naujoks), und die tempera-mentvolle Saloonlady Kitty LaBelle (Eva Habermann) ahnen nicht, dass der kriegerische Comanchen-Häuptling Tokvi-Kava, der „Schwarze Mustang“ (Peter Mustafa Daniels), einen seiner Krieger ins Camp eingeschleust hat. Das Habblut Ik Senanda (Philip Schwarz), Sohn einer indianischen Mutter und eines weißen Vaters. Doch steckt er wirklich hinter den An-schlägen? Zwei Männer können helfen, die Wahrheit herauszu-finden - Apachenhäuptling Winnetou (Erol Sander) und sein weißer Blutsbruder Old Shatterhand (Joshy Peters). Ihr Abenteuer führt sie mitten hinein ins Dorf der Comanchen, in die Schusslinie der US-Kavallerie und die Ruinen einer scheinbar verlassenen Geisterstadt. Mehr als einmal sind sie in Gefahr und dem Tod sehr nahe. Mit atemberaubende Stunts, viel Knallerei und Explosionen, einem Feuerwerk, humorvollen Ein-lagen, einer kleinen Lovestory und Tanzchoreographien deckt „Halbblut“ das ganze Genre des Theaters ab und lässt so nicht nur die Herzen der Wild-West-Fans höher schlagen. Vor der Fahrt ins Kalkbergwerk, hatten die kleinen und großen Zuschauer die Gelegenheit sich im Tierpark Eekholt auszutoben und sich an der vielfältigen Tierwelt zu erfreuen. Einige erlebten sogar die Otter- Fütterung mit und schafften es dann auch noch rechtzeitig zur Flugshow, obwohl es hier auch einigen Greifvögeln einfach zu warm war, um den Anweisungen des Falkners zu folgen um die üblichen Bahnen zu drehen. Dafür wurden sie wiederum beim „Halbblut“ entschädigt, denn hier flog Weißkopfseeadler Dame „Hera“ über die Köpfe der Zuschauer. Damit es während der Busfahrt nicht zu langweilig wurde, konnten sich die Kinder an einem Preisrätsel zu Stationen der Fahrt beteiligen. Die Preise wurden dann auf der Rückfahrt verteilt.