„Jacobusweg Lüneburger Heide“ auch bald im Heidekreis endgültig markiert

Pilgerzeichen auf dem Taufkessel der Heilig-Geist-Kirche in Wolterdingen.
Heidekreis. Auch im Heidekreis wird die Markierung des „Jacobusweg Lüneburger Heide“ mit dem Wegezeichen, der gelben Pilgermuschel auf blauem Grund, in den nächsten Wochen vorgenommen, so dass der Lückenschluss zwischen den benachbarten Landkreisen Harburg und Celle zum Frühsommer dieses Jahres erfolgt ist. Der Weg führt dann von der Jacobi-Kirche in Hamburg durch den Naturpark Lüneburger Heide, das Oberes Oertzetal, die Vogelpark Region, das Aller-Leine-Tal, die Region Celle, den Naturpark Südheide bis zum Kloster Mariensee bei Loccum. Ein Abstecher ab Wilsede führt zudem zum Dom zu Bardowick. Eine durchgängige Pilgerkarte soll den Weg und die Kirchen und Klöster an seinem Verlauf zukünftig darstellen.
Im Jahre 2001 fand Frank Farthmann aus Soltau Spuren eines alten Handels- und Kriegerweges in den Böhmewiesen von Bad Fallingbostel, eine Steinkiste (Grab aus der Trichterbecherkultur) im Badenhop bei Bad Fallingbostel sowie Wagenspuren und alte Steingräber in Mengebostel. Zur Schlüsselfunktion wurden schließlich Abbildungen von 25 Pilgerzeichen im Taufkessel der Heilig-Geist-Kirche in Wolterdingen. Diese Zeichen wurden von Pilgern des Mittelalters durch Abdrücke im Taufkessel verewigt. Damit wurde der Grundstein für dieses Projekt gelegt. Mit dem „Jacobusweg Lüneburger Heide“ sollen die Pilgerwege auch im Heidekreis wieder entdeckt und erlebbar gemacht werden.