Jahreswechsel im Heidekreis verlief für die Einsatzkräfte der Feuerwehr vergleichsweise ruhig

Bei dem Unfall auf der L 191 kam der Fahrer ums Leben. Foto: Feuerwehr
Heidekreis. Der Jahreswechsel lief im Heidekreis auch dieses Mal wieder nicht ohne Zwischenfälle ab. Mancherorts war der Einsatz der ehrenamtlichen Frauen und Männer der Feuerwehr gefordert. Der erste Einsatz am Silvesterabend war gleichzeitig der tragischste der Nacht.
Gegen 15.30 Uhr kam ein 53-jähriger Krelinger auf der Landesstraße 191 zwischen Hodenhagen und Westenholz, im Bereich der Gemarkung Krelingen, aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab, kollidierte mit einem Straßenbaum und kam anschließend in einem Graben zu stehen. Der Fahrer wurde genauso, wie sein 15-jähriger Beifahrer, im Auto eingeklemmt. Während der Beifahrer schwer verletzt wurde, kam für den 53-jährigen Fahrer jede Hilfe zu spät. Er verstarb noch an der Unfallstelle. Die Feuerwehren aus Krelingen, Düshorn, Walsrode und Hodenhagen bauten mit Hilfe von zwei Rettungsplattformen, eine provisorische Überbrückung für den Graben, um anschließend die technische Rettung mit Hilfe von hydraulischem Rettungsgerät einzuleiten. Parallel wurde die Unfallstelle ausgeleuchtet und der Brandschutz sichergestellt. Der junge Beifahrer wurde nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert.
Gegen 20.30 Uhr war erneut die Hodenhagener Feuerwehr gefordert. In einer Einrichtung für betreutes Wohnen hatte die Brandmelderanlage ausgelöst. Hier konnte aber schnell Entwarnung gegeben werden. Ein Tischfeuerwerk hatte eine leichte Rauchentwicklung verursacht und so den Alarm verursacht.
Im neuen Jahr ließ der erste Einsatz für die Feuerwehr dann verhältnismäßig lange auf sich warten. Erst gegen 1.15 Uhr wurden die Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr Munster zu einer brennenden Restmülltonne in der Innenstadt alarmiert. Schnell war dieses Feuer gelöscht. Wenig später, gegen 2.20 Uhr, ertönte erneut der Alarm für die Feuerwehr Munster. In der Straße „Klappgarten“ war es zu einem Verkehrsunfall gekommen, bei dem der alleinbeteiligte PKW-Fahrer mit seinem Fahrzeug auf die Seite gestürzt war. Er erlitt bei dem Unfall nur leichte Verletzungen und konnte mit Hilfe der Feuerwehr das Fahrzeug selbst verlassen. Hiervon war er allerdings nach Aussagen des Einsatzleiters eher weniger begeistert, denn er bepöbelte und beschimpfte die Einsatzkräfte verbal und drohte ihnen sogar körperliche Gewalt an.
Ansonsten kam es in der Nacht zu keinen weiteren Feuerwehreinsätzen, sodass auch die Einsatzkräfte der Feuerwehren im Heidekreis den Jahreswechsel einmal in Ruhe mit ihren Familien verbringen konnten. Dazu beigetragen hat sicher auch das regnerische Wetter, dadurch waren viele Hecken, Büsche und Sträucher sehr nass und ließen sich nicht so leicht durch Feuerwerk entzünden.