Jugendbuchautorin Nina Weger liest an der KGS

Schwarmstedt. „Was verdient eigentlich ein Schriftsteller?“ „Was macht ein Lektor?“ „Warum schreiben Sie eigentlich Kinderbücher?“ Das waren alles wichtige Fragen der Schüler an die Schriftstellerin Nina Weger, die jüngst zu Besuch an der KGS Schwarmstedt war. Sie las aus ihrem vierten Buch: „Ein Krokodil taucht ab - und ich hinterher.“ Mit ihrem spannenden Vortrag zog die mit dem Deutschen Kinderpreis ausgezeichnete Autorin die Schüler der 5. Klassen in ihren Bann. Aufmerksam und interessiert verfolgten sie die Suche des 10-jährigen Paul nach seinem in der Toilette verschwundenen Krokodil Orinoko. Dabei lernten sie viel über das Leben in der Kanalisation, wo Paul erst von einer dort lebenden Kinderbande überwältigt wird und dann gemeinsam mit ihnen dort lebt. Alle sind vor ihrem bisherigen schwierigen Leben geflüchtet und befürchten nun, dass Paul ein Spion ist. Es kostet ihn viel Überzeugungskraft bis sie ihn auf seiner Suche unterstützen.
Im anschließenden Gespräch erfuhren die Schüler, woher Nina Weger die Idee zu ihrem Buch hatte, in wie vielen Schritten ein Buch entsteht, wie es vermarktet wird und auch allerhand Privates aus dem Leben der freien Autorin. 1970 geboren, heute in Hannover wohnend, schrieb sie schon als Kind gern, wurde Journalistin, arbeitete als Regieassistentin und schreibt heute Drehbücher für bekannte Fernsehserien. Besonders wichtig sind ihr jedoch die Kinder-und Jugendbücher. Für sie sind die Probleme von Kindern genauso wichtig wie die Erwachsener. Sie ernst zu nehmen ist ihr ein wichtiges Anliegen. Auch als Leser sind sie nicht zu unterschätzen. „Kinder sind viel kritischer und anspruchsvoller als Erwachsene",teilte sie ihren Zuhörern mit. Geprägt wurde sie u.a. von Astrid Lindgren, die auch wie sie selbst im Verlag Friedrich Oetinger veröffentlichte. Sehr interessant für die Schüler war auch Nina Wegers Engagement im Kinderzirkus Giovanni in Hannover, den sie mit einer Freundin leitet. Früher wollte sie selbst einmal Artistin werden. Gefördert und unterstützt wurde diese Lesung durch den Friedrich-Bödecker-Kreis aus Hannover, der es sich zur Aufgabe gemacht hat das Lesen als wichtigste Kulturtechnik zu erhalten. „Autorenbegegnungen wirken nachhaltig. Das Literatur-Live Erlebnis wirkt inspirierend“, heißt es im Programm des Vereins. Und genau das haben alle gefühlt, die bei den packenden Lesungen Nina Frau Wegers dabei waren.