Jugendzeit früher und heute

Ehrungen standen auf der Tagesordnung des Kreisjugendfeuerwehrtages. Foto: Lars Lippert

Vergleich bei Versammlung der Kreisjugendfeuerwehr

Kreis SFA. Die Jahreshauptversammlung der Kreisjugendfeuerwehr Soltau-Fallingbostel e.V. begann Kreisjugendfeuerwehrwart Jörg Freitag in der Mensa des Schulzentrums Soltau mit einem kurzen Vergleich der Jugendzeit „früher“ und „heute“. Er konnte auch dieses Jahr wieder zahlreiche Gäste aus Feuerwehrführung und Politik begrüßen. Zu Beginn bedankte Freitag sich recht herzlich bei der Stadt- und Ortsfeuerwehr Soltau für die Organisation und Ausrichtung des Kreisjugendfeuerwehrtages. In seinem Jahresbericht 2010 sprach er von den vielen Veranstaltungen des letzten Jahres. Insbesondere vom ersten Kinderfeuerwehrtag im Landkreis bei dem sich 41 Kinder und die Betreuer aus den Kinderfeuerwehren in Hademstorf trafen und einen gemeinsamen "Kennenlerntag" verbrachten. Ein weiteres Highlight im Bereich der relativ neuen Kinderfeuerwehren war der Besuch des Magic Park in Verden. Dabei kamen mehr als 800 Kinder aus ganz Niedersachsen zusammen.
Weiter berichtete Jörg Freitag, dass 40 Mitglieder die Jugendfeuerwehren in 2010 verließen. Der Mädchenanteil liegt über dem Landesdurchschnitt. Der Altersdurchschnitt ist mit 13,1 Jahren allerdings recht niedrig.
Dies machte sich auch bei der größten Veranstaltung, dem 13. Kreiszeltlager der Kreisjugendfeuerwehr Soltau-Fallingbostel, im Sommer 2010 bemerkbar. Mit einem Schmunzeln berichtete Freitag, dass er in seiner Feuerwehrzeit noch nie ein Zeltlager erlebt hat, bei dem alle Kinder und Jugendlich nach der Abschlussdisco am letzten Abend ohne "Verlängerung" ins Bett bzw. Zelt zu bekommen waren. Doch die hohen Temperaturen und das umfangreiche Programm der Zeltlagerwoche hatte auch den letzten "geschafft" und so war pünktliche Nachtruhe im Lager.Im Kreiszeltlager verbrachten ca. 500 Kinder und Jugendliche mit ihren Betreuern eine ereignisreiche Woche. Als nächstes sprach Landrat Manfred Ostermann ein Grußwort. Er war der Meinung, dass ein Rückgang von 40 Mitgliedern nicht dramatisch sei und er sei noch weniger besorgt solange Kreisjugendfeuerwehrwart Jörg Freitag "am Ruder" ist.
Weniger leicht fiel ihm die Verabschiedung des stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwartes Thomas Stöckmann. Ostermann würdigte das Jahrelange Engagement Stöckmanns und erinnerte an die Bezirkswettbewerbe, Spiele ohne Grenzen und den Event Tag im Heide Park Soltau, die neben vielen anderen Dingen der Organisation und Bemühung Stöckmanns zu verdanken sind. Er dankte Thomas Stöckmann für seine fünfjährige Dienstzeit als Stellvertreter und Abschnittsleiter Nord und überreichte ihm ein Geschenk. Auch von der Kreisjugendfeuerwehrführung gab es ein Präsent zum Abschied. Stöckmann bedankte sich mit einigen Erinnerungen an seine Amtszeit bei den Anwesenden für die schönen Jahre.

Die stellvertretende Kreisjugendsprecherin Katrin Brockmann berichtete über die Aktivitäten des Jugendforums. Zuerst wünschte sie aber der, aus Krankheitsgründen verhinderten, Kreisjugendsprecherin Denise Kleinhans gute Besserung.
Das Jugendforum war im vergangenen Jahr viel mit den Vorbereitungen für das Kreiszeltlager beschäftigt. So wurden für eine Spendenausschreibung kreative Mülltonnen für das Zeltlager gebaut. Auch das Kekse Backen für die Kinderstation des Heidekreis Klinikum war wieder Bestandteil der Jugendforumarbeit. Für die Zukunft wünschte sich Katrin Brockmann mehr Teilnehmer aus den Jugendfeuerwehren für das Jugendforum. Das Jugendforum unterhielt die Anwesenden, wie in den letzten Jahren auch, außerdem mit einem kurzen Sketch. Es folgten der Kassenbericht von Kassenwart Wilfried von Bostel und die einstimmige Entlastung durch die Anwesenden. Außerdem wurde beschlossen den finanziellen Überschuss aus dem Kreiszeltlager für das nächste Kreiszeltlager zurückzulegen, da bei einer Auszahlung jeder Teilnehmer nur ca. 1 € erstattet bekommen hätte. Leider musste von Bostel auch von abnehmenden Rücklagen berichten. Das geht nicht zuletzt auch auf die halbierten Zuweisungen für die Kreisjugendfeuerwehr zurück. Der nächste Redner, Mitglied des Bundestages Reinhard Grindel, dankte in seinem Grußwort den Betreuern der Kinderfeuerwehren für ihre Arbeit und stellte heraus, dass in der Kinder- und Jugendfeuerwehr wichtige Erfahrungen für das spätere Leben gesammelt werden. Er sprach sich dafür aus, im Freundes- und Bekanntenkreis für die Mitgliedschaft in der Jugendfeuerwehr zu werben. Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war die Vergabe der Wettbewerbsorte für die Kreiswettbewerbe und die Dieter-Schwarze-Plakette (DSP). Die Kreiswettbewerbe werden am 29. Mai in Behringen stattfinden und die DSP wird am 25. September zum ersten Mal von der Jugendfeuerwehr Bommelsen-Kroge ausgerichtet. Als nächster hatte Kreisbrandmeister Uwe Quante das Wort. Er griff den Mitgliederrückgang noch einmal auf und mahnte, dass 40 Jugendfeuerwehrleute weniger später einmal 40 fehlende aktive Feuerwehrleute bedeuten. Trotz der Tatsache, dass es bei steigender Belastung in Schule und Freizeit immer schwieriger wird Jugendliche für die Feuerwehr zu motivieren, erinnerte Quante an die positive Wirkung einer Mitgliedschaft in der Jugendfeuerwehr, die sich inzwischen auch bei Bewerbungen auszahlt.
Uwe Quante dankte Thomas Stöckmann für insgesamt 13 Jahre Jugendarbeit in der Feuerwehr und übergab ihm seine Entlassungsurkunde. Weiterhin wurden Michael Bluhm (Jugendfeuerwehrwart Delmsen), Frank Kleinhans (Jugendfeuerwehrwart Bad Fallingbostel), Frank Wolf (Jugendfeuerwehrwart Wietzendorf) und Aenne Stöckmann (Kreisjugendsprecherin) aus ihren Ämtern verabschiedet.
Bei der Leitung der Wahl für einen neuen stellvertretenden Kreisjugendfeuerwart und den Leiter des Nordabschnitts zählte Quante 109 Ja-Stimmen für den einzigen Bewerber Marcel Jipp aus Bispingen. Er gratulierte Jipp und übergab ihm "wichtige" Utensilien für seine kommenden Aufgaben. Landesjugendfeuerwehrwart Uwe Kühte konnte nach seinem Grußwort noch einige Ehrungen vornehmen.
Der ehemalige stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart Michael Kirchner aus Bomlitz erhielt die Ehrennadel der Deutschen Jugendfeuerwehr in Silber. Frank Wolf wurde für seine Arbeit in Wietzendorf mit der Floriansmedaille der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr ausgezeichnet und Christian Peters aus Groß Eilstorf bekam das Ehrenzeichen der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr.
Zum Ende der Veranstaltung berichtete Kreisjugendfeuerwehrwart Jörg Freitag noch von einigen Neuerungen auf Bezirks- und Landesebene. Schließen durfte die Sitzung der Ortsbrandmeister der Gastgebenden Feuerwehr Soltau Wilfried Schleifenbaum. Er gratulierte den geehrten und neu gewählten Personen und betonte noch einmal den Stellenwert einer Jugendfeuerwehr. In der Ortsfeuerwehr Soltau sind 75 Prozent der Mitglieder aus der Jugendfeuerwehr übergetreten.
Außerdem freute er sich das 40-jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr Soltau im Juli 2011 anzukündigen. Die Jugendfeuerwehr Soltau feiert in diesem Jahr mit seinen Freunden und Gästen am 22. und 23.07. unter anderem mit einem Tag der offenen Tür, einem Orientierungsmarsch und einigem mehr.