„Kaum Bautätigkeit, aber Sperrung“

Kilometerlange Staus sind nach der Sperrung der Allerbrücke keine Seltenheit.

Allerbrücke: SPD wendet sich mit Petition an Landtag

Essel. Kilometerlange Staus sind seit der Sperrung der Esseler Allerbrücke keine Seltenheit. Zudem müssen Verkehrsteilnehmer durch die Sperrung oft weite Umwege in Kauf nehmen.  Diese Belastungen möglichst gering halten, ist das Ziel einer Initiative der SPD in der Samtgemeinde Schwarmstedt. Deshalb hat sie bereits vor Wochen und Monaten immer wieder Vorschläge gemacht. Beispielsweise in gemeinsamen Resolutionen mit der UWG oder auf der Verkehrskonferenz Mitte August. Bislang ohne Erfolg. Seitdem aber deutlich wird, dass auf der Baustelle nur wenige Stunden am Tag gearbeitet wird und die Bauarbeiten am Wochenende in der Regel ganz ruhen, wächst der Protest in der Bevölkerung und bei allen Parteien vor Ort. "Hinzu kommt, dass seit Anbeginn überwiegend Arbeiten außerhalb der eigentlichen Straße für den Neubau der Brücke stattfinden, die keinen oder geringen Einfluss auf die L 190 haben. Der Verkehr auf der L 190 könnte problemlos bzw. mindestens aber einspurig fließen, denn die Bauarbeiten finden in der Wiese statt. Vier Wochen  unnötige Vollsperrung  Nur meckern, hilft aber nach Ansicht der SPD  nicht.  Die SPD-Samtgemeindepolitiker Björn Gehrs und Jürgen Hildebrandt erwarten von der  für den Bau zuständigen Niedersächsischen Landesregierung  Konsequenzen. In einer gemeinsamen Petition an den Niedersächsischen Landtag  fordern sie  eine Freigabe der Esseler Allerbrücke in der baufreien Zeit an Wochenenden, an denen bislang auch die längsten Staus aufgetreten sind. Darüber hinaus möchten die Kommunalpolitiker von der Landesregierung wissen, warum
die Bauzeiten nicht effizienter ausgenutzt werden, um die Belastungen
für die Bevölkerung gering zu halten und die Bauphase möglichst kurz
zu halten. "Wir erwarten eine schnelle Unterstützung vom Land. Alles
andere wäre ein Affront gegenüber den Menschen im Aller-Leine-Tal",
schreiben Gehrs und Hildebrandt unmißverständlich in ihrer Petition.