Kein harmloses Strohfeuer

Gefahr der Selbstentzündung bei falscher Lagerung

Heidekreis. „Auf einem Acker in der Nähe von (…) brannten in der Nacht 150 Strohballen. Durch die Hitze wurden nahestehende Bäume und landwirtschaftliche Geräte in Mitleidenschaft gezogen. Die alarmierten Feuerwehren löschten die brennenden Bäume und ließen die Strohballen kontrolliert abbrennen. Der Sachschaden wird auf 10.000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.“ So oder ähnlich wird in den Medien immer wieder mal über derartige Ereignisse berichtet. Das müsste aber nicht sein, denn sofern diese Brände nicht mutwillig verursacht werden, lassen sie sich in aller Regel vermeiden. Und wenn nicht, dann ließen sich zumindest die Folgen für die nähere Umgebung einschränken. Denn bei Heu und Stroh ist die richtige Lagerung besonders wichtig. Gilt es doch eine mögliche Selbstentzündung zu verhindern. Wie es zu einer Selbstentzündung kommt und wie diese verhindert werden kann, hat der Landesfeuerwehrverband Niedersachsen (LFV) in seinem Merkblatt zum vorbeugenden Brandschutz bei der Heu- und Strohlagerung beschrieben. Damit es erst gar nicht zu einem gefährlichen Strohfeuer kommt, macht der Heidekreis zusammen mit der Kreisfeuerwehr und dem Waldbrandbeauftragten auf diese Gefahr aufmerksam und empfiehlt die im Merkblatt aufgeführten Empfehlungen zu beachten. Diese sind kurz zusammengefasst: Wenig Restfeuchte: Richtiges Trocknen und Lagern verhindern die Selbstentzündung! Unbedingt auf eine ausreichende Trocknung achten. Lagerplatz begrenzen: Ein Stroh- oder Heulagerplatz sollte eine Grundfläche von 2.000 m² und ein Volumen von 10.000 m³ nicht überschreiten. Unbedingt Sicherheitsabstände einhalten: Bei der Lagerung in Diemen und Schobern, aber auch bei der offenen Lagerung in Großballenlagern unbedingt folgende Sicherheitsabstände einhalten: 25 Meter zu Grundstücksgrenzen bei bebauten Grundstücken sowie zu Gebäuden auf demselben Grundstück, zu freistehenden Flüssiggastanks, zu öffentlichen Verkehrswegen und auch zu Hochspannungsleitungen. 50 Meter zu Gebäuden mit brennbaren Umfassungswänden und weicher Bedachung, zu Bahngleisen sowie zu Wald-, Moor- und Heideflächen. Bei besonderen örtlichen Gefahrenlagen sollten die Abstände angemessen vergrößert werden. Selbstverständlich darf in der Nähe derartiger Lagerstätten nicht geraucht und kein offenes Feuer gemacht werden. Es sollten dort auch keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren abgestellt werden. Mit diesen Maßnahmen lassen sich nicht nur „Strohfeuer“ sondern auch daraus resultierende Waldbrände vermeiden. Denn Strohfeuer sind nicht harmlos! Die Folgeschäden können in die Millionen gehen. Damit so etwas morgen nicht in der Zeitung steht, sollten Sie sich ausführlich informieren unter: http://www.lfv-nds.de/fachbereiche/vb-info/VB5-neu...