Keine baulichen Veränderungen der Grundschule

Varianten zur KGS-Erweiterung im Kreis-Schulausschuss vorgestellt

Schwarmstedt. Aufgrund der Umstellung vom so genannten „G8“ auf „G9“, also dem Abitur nach 13 Jahren, entsteht zusätzlicher Raumbedarf an der KGS Schwarmstedt. Darüber hinaus sollen die Schulcontainer, die ursprünglich für den Notfall aufgestellt wurden, nun durch ordentliche und nachhaltige Klassenräume ersetzt werden. Nach den Berechnungen der Schule und Kreisverwaltung werden spätestens zum Schuljahr 2019/2020 circa zehn zusätzliche Klassenräume benötigt. Aus diesen Gründen wurde vom Landkreis eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die nun im Kreis-Schulausschuss vorgestellt wurde. Dabei wurden zwei Varianten näher untersucht und kalkuliert: 1. Anbau an bestehende KGS-Baukörper inklusive Umnutzung der Förderschule und 2. Umnutzung der Grundschule für die KGS, Umnutzung der Förderschule sowie Neubau der Grundschule. Nach Beratungen wurde von allen Beteiligten – Planern, Kreisverwaltung, Kreistagsfraktionen, Grundschule und KGS – die Variante eins deutlich favorisiert. „Das bedeutet eine deutliche Stärkung unserer KGS Schwarmstedt sowie gleichzeitig eine Standortsicherung für unsere Grundschule Schwarmstedt,“ so Claudia Schiesgeries und Metin Colpan, SPD-Kreistagsmitglieder aus der Samtgemeinde Schwarmstedt in der Zusammenfassung. „Wir sind uns im Kreis-Schulausschuss einig, dass die Variante eins nun von den Planern gemeinsam mit der Kreisverwaltung und der KGS weiter konkretisiert wird, um rechtzeitig zum Schuljahr 2019/2020 die benötigten Räumlichkeiten bereitzustellen.“ Dabei sollen die Bau-Belastungen während des Schulbetriebes so gering wie möglich ausfallen. Sollte das Vorhaben, mit einem Gesamtkostenvolumen von ca 6,5 Millionen Euro, realisiert werden, würden die Grundschule Schwarmstedt zwei Räumlichkeiten im eigenen Gebäude zurückerhalten, die seit geraumer Zeit an die KGS „vermietet“ sind. Das würde den dort benötigten Raumbedarf wieder decken und die Flexibilität deutlich erhöhen.
Darüber hinaus berichtete der Landkreis, dass eine Umnutzung der Räumlichkeiten der Förderschule für die KGS zum Schuljahr 2019/2020 geboten sei. Das Land plant durch die Umsetzung der so genannten „Inklusiven Beschulung“, die Kinder mit Förderbedarf an der „Förderschule Lernen“ in Schwarmstedt zukünftig vollständig in herkömmlichen Schulformen zu integrieren – Stichwort: Inklusion.
„Diesen Weg begrüßen wir als SPD ausdrücklich. Wir weisen jedoch auf notwendige konzeptionelle, fachliche und räumliche Anpassungen an den Schulen hin, um die Inklusion auch erfolgreich umzusetzen. Zudem dürfen die Kommunen mit den finanziellen Belastungen nicht allein gelassen werden,“ so Metin Colpan von der SPD.