Kindertagesstätte Lindwedel in enger Zusammenarbeit mit der Grundschule Lindwedel

Alle Schulkinder der Einrichtung mit Schulleiter Martin Hermann (hinten von links), Lehrerin Tatjana Eßing, Erzieherin Petra Fischer, Erzieher Raphael Wilhelms sowie der Kita-Leitung Kerstin Brandt.
Lindwedel. Gemeinsam mit dem Schulleiter der Grundschule Lindwedel Martin Hermann hat sich die Kita-Leitung der Kindertagesstätte Eulennest Kerstin Brandt Gedanken gemacht, wie man eine engere Zusammenarbeit ins Leben rufen kann. Beide Parteien kamen schnell mit tollen Ideen auf einen Nenner. Tatjana Eßing, Lehrerin an der Grundschule Lindwedel, die nun fortan als fester Ansprechspartner agiert und unter anderem Sprachstandsermittlungen in den einzelnen Gruppen vornimmt, ist ein fester Bestandteil in der Kita geworden.
In den vergangenen Wochen gab es für die Kita Lindwedel, insbesondere für die zukünftigen „Schukis“ spannende Tage. Kinder, die einst selbst in der Kita Lindwedel waren und nun die gegenüberliegende Grundschule besuchen, kamen zur Lesestunde, überraschten die Kinder mit dem Märchen „Frau Holle“ und rundeten das Ganze mit selbst gemalten Bildern ab. Als festes Inventar für die Schukis sind die Erzieher Petra Fischer und Raphael Wilhelms vorgesehen. Beide planen die spannenden Tage mit den Kindern und haben gemeinsam mit Tatjana Eßing eine „Struktur zur Vorbereitung auf die Schule“ entworfen, von dem die Schukis profitieren und letztendlich lernen sollen. Leichte Rechenspiele, zum Beispiel aus „dem Zahlenland“ Wahrnehmungsspiele, Rhythmik und Musik, sowie der Einbezug von Kinderwünschen soll den Spaß am Lernen in den Vordergrund stellen.
Damals gab es vielmehr die altbewährte Vorschulwoche mit dem anschließendem Highlight einer Übernachtung, welches nun in abgewandelter Form eingeführt wird.
Viermal im Monat gibt es somit für die zukünftigen „Schukis“ einen Vorschultag, so dass eine Begegnung untereinander und ein gegenseitiges Kennenlernen intensiver ist, bevor die ABC-Schützen dann gefestigt den Weg in die Schule gehen. Auch wird Tatjana Eßing an diesen Terminen teilnehmen, sodass ebenfalls ein enger Kontakt mit der Grundschule gegeben ist. Ein sogenanntes Brückenjahr ist somit in Planung und soll später fest in die Konzeption der Einrichtung integriert werden.
Momentan sind alle Teilnehmer in der Experimentier- und Findungsphase, die nun seit rund drei Monaten erprobt, reflektiert und umgesetzt wird. Der Orientierungsplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich hat unter anderem den Schwerpunkt, die Zusammenarbeit mit der Grundschule in vielfältiger Weise zu festigen und zu fördern. Das Ganze orientiert sich an dem Ansatz des jeweiligen Entwicklungs- und Bildungsstandes des Kindes.
Das Team der „Kita Eulennest Lindwedel“, in Zusammenarbeit mit Tatjana Eßing, informierte auf einem Elternabend über Themenschwerpunkte die gegenwärtig anstehen. Vorrangig wurde hierbei die Einführung eines Portfolios (eine Entwicklungsbegleitung jedes einzelnen Kindes, auch „Ich-Buch“ genannt) besprochen, welches vom Krippenalter bis zum Eintritt in die Schule dient. Es wird vom und vor allem mit dem Kind in liebevoller Form erarbeitet. Es ist nicht zuletzt auch für die Schule ein idealer Leitfaden, an dem angesetzt werden kann, um die Lernstrategien und Lernwege kennenzulernen und sich somit auf das Kind besser einstellen zu können.
Nach den Osterferien startete ein von Jaqueline Grams und Theresa Neumerkel geplantes Projekt zum Thema Mittelalter, welches die zukünftigen „Schukis“ aus allen Gruppen der Einrichtung durchführten und tolle Erfahrungen sammeln durften. Jaqueline und Theresa erarbeiteten dieses Projekt anlässlich ihres Studiums.
Zusammenfassend bedeutet dies, dass positive Bestärkung in jeder Altersstufe entscheidend ist. Explizit das Arbeiten mit den Stärken der Kinder spielt eine wichtige Rolle. Es soll das Selbstwertgefühl festigen, sowie Lust aufs Lernen machen.