Kita-Planungen vorgestellt

Architekt Heiko Jahn (von rechts) freut sich mit Bürgermeisterin Claudia Schiesgeries, Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs und dessen allgemeinem Vertreter Martin Geisel auf die Umsetzung der Kita-Planungen. Foto: B. Stache

Schwarmstedt erhält dritte Kindertagesstätte im Wohngebiet „Am Bornberg“

Schwarmstedt (st). Am Donnerstag stellte die Gemeinde Schwarmstedt ihre aktuellen Planungen zum Neubau einer Kindertagesstätte (Kita) im Neubaugebiet „Am Bornberg“ vor. Im Beisein seines allgemeinen Vertreters Martin Geisel, Bürgermeisterin Claudia Schiesgeries und Heiko Jahn vom Architekturbüro KMS Architekten BDA aus Walsrode informierte Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs über den Sachstand zum Bau einer dritten Kita – entsprechende Einrichtungen gibt es bereits in Schwarmstedt und Bothmer. Architekt Heiko Jahn erläuterte an anschaulichen Zeichnungen und Plänen die Lage und Gebäudeansichten der zukünftigen Kita. Er wies unter anderem auf eine Besonderheit hin, die zur schnelleren Verwirklichung des Bauprojekts auf einer Wiese zwischen der Baumschule BoGart und der Ortsrandbebauung im Zuge der Straße Am Bornberg beitragen werde: „Ein Teil dieser Wiese ist bereits mit einem Bebauungsplan belegt.“ Dieser Bereich sei als Mischgebiet ausgewiesen und damit der Bau eines Kindergartens zulässig. Auf einem 4500 Quadratmeter großen Grundstück wird das neue Kita-Gebäude in einem ersten Bauabschnitt zirka 700 Quadratmeter beanspruchen – mit einem zentralen Komplex einschließlich Bewegungsraum von 75 Quadratmetern sowie drei Krippen-/Gruppenräumen als einzelne Gruppen-Häuschen in einer Größe von jeweils 52 Quadratmetern. Bei günstigen Bedingungen hoffen die Beteiligten auf eine Realisierung des Projekts innerhalb eines Jahres. Schon jetzt sei eine Erweiterung der Kita um zwei weitere Gruppenräume angedacht. Damit wäre eine Gesamtfläche von 1120 Quadratmetern bebaut. Jeder Krippenraum ist für 15 Kinder ausgelegt, hieß es. Die Gruppen-Häuschen mit kleiner Kinderküche, Wasch- und Abstellraum orientieren sich zum gemeinsamen Spielbereich hin. Es steht auch einen Ruheraum zur Verfügung. Nach derzeitiger Planung wird es vor jedem Gruppenraum eine eigene Terrasse geben, mit einem Wegenetz – auch für Bobbycars – zu den Bereichen „Sandspielplatz und Gerätespielplatz.“ In einem weiteren Gebäude soll ein sogenannter grüner Gruppenraum eingerichtet werden, in Anlehnung an grüne Klassenzimmer in Schulen. Für Spielgeräte und die Aufbewahrung von Gerätschaften zur Gartenpflege dient zukünftig ein Gerätehaus. Im Zentralbereich der Kita ist ein Foyer geplant. Daran angeschlossen ist der große Bewegungsraum, der mittels mobiler Trennwand dem Foyer „zugeschaltet“ werden kann. Damit steht der Kita beispielsweise bei Kindergartenfesten ein „multifunktional zu nutzender Bereich zur Verfügung“, formulierte Architekt Heiko Jahn. Der zentrale Bereich umfasst zudem die Verwaltung mit Büro, kleiner Küche, Personalraum, Garderobenbereich und WC-Anlagen – auch für Besucher und behindertengerecht. Ein Therapieraum und Technikräume wie Hausanschluss- und Heizungsraum sowie Putzmittelraum sind ebenfalls eingeplant. „Im vorderen Bereich gibt es eine große Parkplatzanlage mit insgesamt 19 Stellplätzen“, führte Heiko Jahn aus. Der Bauantrag für die neue Kita soll noch im Herbst 2017 eingereicht werden, die Auftragserteilung an die ausführenden Firmen könne Anfang 2018 erfolgen, machte der Architekt deutlich. Die erste Kostenschätzung für das Bauprojekt – einschließlich Einrichtung und Außenanlagen – beläuft sich auf zwei Millionen Euro.