Klaus Marquardt bleibt Schwarmstedt erhalten

Klaus Marquardt sieht seiner Pensionierung mit Freude entgegen. Foto: B. Stache
 
Klaus Marquardt mit dem Schwarmstedter Gemeindewappen. Foto: B. Stache

Allgemeiner Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters geht in Pension

Schwarmstedt (st). „Ich habe meinen Beruf in der Gemeinde gerne gemacht“, erklärte Klaus Marquardt anlässlich seiner Verabschiedung als allgemeiner Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters und stellvertretender Gemeindedirektor in den fünf Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Schwarmstedt. Seit dem 1. März ist Marquardt in Pension: „Ich fühle mich fit und habe noch einiges vor. Ich bleibe Bürger der Samtgemeinde“, erklärte er zum Abschluss seiner beruflichen Laufbahn. Er werde auch nach seiner Pensionierung die Gemeinde mit seiner Expertise unterstützen, wenn es beispielsweise um den Abschluss des Deichbaus gehe, kündigte er an. Klaus Marquardt, 1949 in Verden/Aller geboren, war von 1968 und, nach einer Unterbrechung, ab 1983 durchgehend in Schwarmstedt tätig. Während seiner Zeit in der Samtgemeinde habe es Höhen und Tiefen gegeben, erinnert sich Marquardt: „Ich bin noch heute dem damaligen Gemeindedirektor Werner Pries dankbar, dass er mir den Einstieg in den gehobenen Verwaltungsdienst ermöglicht hatte.“ Sein eigenes Engagement habe ihm bei seinem beruflichen Werdegang zusätzlich weitergeholfen: „Vor allem der Besuch einer dreijährigen Abendschule an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie in Lüneburg“, ist Marquardt überzeugt. An den Tagen seiner Verabschiedung habe er auch an die vielen gemeinsamen Berufsjahre mit dem früheren Verwaltungschef Hans-Wilhelm Frische gedacht, der die Verwaltung von 1992 bis 2011 leitete. „In dieser Zeit lagen unter anderem die Großprojekte Bau der Kläranlage und des Schmutzwasserkanalnetzes, die Dorferneuerung sowie Kindergarten- und Schulbauten. Auch der Straßenbau in den Mitgliedsgemeinden stellte eine Herausforderung dar“, so Marquardt, der in seiner über 40-jährigen Dienstzeit in Schwarmstedt drei Verwaltungschefs hatte. „Während der vergangenen eineinhalb Jahre mit dem jetzigen Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs war die Zusammenarbeit überaus vertrauensvoll und konstruktiv“, resümiert der Pensionär. Für den Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs ist das Ausscheiden von Klaus Marquardt mit all seinen Fachkenntnissen und Wissen um Dinge, die nicht niedergeschrieben sind, ein Einschnitt. Marquardt sei ihm sehr hilfreich gewesen, hatte Gehrs im Zuge der Verabschiedung erklärt. Langeweile werde in seinem neuen Lebensabschnitt nicht aufkommen, ist sich Marquardt sicher: „Ich möchte mich verstärkt meinen Hobbys widmen, dem Restaurieren alter landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte sowie alter Autos und Möbel.“ Gemeinsam mit einem Freund soll zudem eine Goji Beeren-Plantage entwickelt werden. Diese Beere wird unter anderem in der traditionellen chinesischen Medizin zur Linderung und Heilung zahlreicher Erkrankungen eingesetzt. Die freie Zeit möchte Marquardt aber auch verstärkt mit seinen drei Enkelkindern verbringen und für Reisen mit seiner Lebensgefährtin nutzen: „Im Juni geht es nach St. Petersburg“, freut er sich. Martin Geisel, langjähriger Kämmerer der Samtgemeinde, hat zum 1. März die Nachfolge von Klaus Marquardt angetreten.