Klingbeil bei erixx in Soltau

erixx Betriebsleiter Johann Ubben (rechts), erklärt Lars Klingbeil (links) den Führerstand eines Heidesprinters.

Mobilität als Standortfaktor für den Heidekreis

Heidekreis. Die Situation des Schienenpersonennahverkehrs im Heidekreis und in Niedersachsen stand im Mittelpunkt eines Gesprächs des Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil mit Johann Ubben, Betriebsleiter des Eisenbahnunternehmens erixx GmbH in Soltau. „Der demografische Wandel, steigende Benzinpreise und die Orientierung in die Zentren Hannover, Hamburg und Bremen sind nur einige Gründe für die steigende Bedeutung des öffentlichen Schienenpersonennahverkehrs im Heidekreis. Der erixx Heidesprinter hat sich hier auf dem Heidekreuz zu einem wichtigen Baustein entwickelt“, machte Klingbeil im Gespräch deutlich. Ubben beschrieb den Betriebsablauf eines privaten Eisenbahnunternehmens mit ambitioniertem Fahrplan. Unpünktlichkeit und Verspätungen sind dabei auch auf Umstände zurückzuführen, die nichts mit dem Betriebsablauf bei erixx zu tun haben“, verdeutlichte Ubben. Durch den Ausbau des Streckenabschnitts zwischen Walsrode und Soltau werde das Angebot der erixx GmbH ab 2016 noch attraktiver, da dies für die Heidesprinter höhere Geschwindigkeiten, bessere Taktungen und auch kürzere Fahrtzeiten bedeutet.
Klingbeil kam auch auf die Situation am Bahnhof Soltau zu sprechen und kritisierte, dass die Barrierefreiheit am Bahnhof für Menschen mit Behinderung oder Eltern mit Kinderwagen frühestens 2016 hergestellt werden soll. Auch Ubben ist diese Problematik bekannt. Er verwies im Gespräch jedoch darauf, dass der Bahnhof nicht Eigentum der erixx GmbH sei und man somit keine Bauherrentätigkeit ausführen könne. Selbstverständlich stehen die erixx Fahrgastbetreuer mit helfender Hand zur Seite. Klingbeil sagte zu, dass er gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Dieter Möhrmann in dieser Sache weiter Druck machen werde.
Klingbeil sprach auch die Diskussion um die Y-Trasse an. Der SPD-Abgeordnete schilderte den aktuellen Stand der Beratungen und wies auf die Prüfung von Alternativen durch die Bahn hin, die im Frühjahr des Jahres 2013 vorgestellt werden sollen. „Mit Rüdiger Grube ist auch ein neuer Ton in die Debatte gekommen. Ich habe immer argumentiert, dass die Y-Trasse zu spät kommt und im Vergleich zu teuer und ineffektiv ist. Es ist schon ein deutliches und richtiges Signal, wenn Verkehrsministerium und Bahn nun an der Prüfung und Umsetzung von Alternativen wie dem Ausbau bestehender Strecken arbeiten“, machte Klingbeil deutlich.