Kommt regionale Marke A.L.T.?

Björn Gehrs (links) und Markus Pfeifer sind guten Mutes bei der Impulsveranstaltung „Regionalmarke Aller-Leine-Tal“. Foto: B. Stache
 
Markus Pfeifer (links) spricht im Uhle-Hof über seine Erfahrungen als Geschäftsführer der Regionalmarke EIFEL GmbH. Foto: B. Stache

Impulsveranstaltung im Uhle-Hof liefert viele Anregungen

Schwarmstedt (st). Soll die Leader-Region Aller-Leine-Tal (A.L.T.) der Eifel, dem Mittelgebirge zwischen Rhein und Mosel, nacheifern? Diese Frage stellten sich die zirka 30 Teilnehmer der Impulsveranstaltung „Regionale Marke Aller-Leine-Tal“ am Montagabend im Uhle-Hof. „Das Aller-Leine-Tal hat sich bereits etabliert und ist seit vielen Jahren in den Köpfen. Heute geht es darum, ob es uns gelingt, einen Schritt weiter zu gehen und das Aller-Leine-Tal auch als regionale Marke zu etablieren“, erklärte Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs zu Beginn der Veranstaltung. Ziel sei es, Produkte aus dem A.L.T. hier herzustellen und auch hier kaufen zu können. Diese Idee sei nach Gesprächen mit Bürgermeistern aus der Leader-Region aufgekommen, so Gehrs. Auf die Frage „Hat eine regionale Marke eine Zukunft?“ lieferte er sogleich die Antwort: "Verbraucher suchen den Bezug zu einer gewachsenen Naturlandschaft wie beispielsweise das Allgäu oder der Spreewald – vielleicht auch demnächst das Aller-Leine-Tal“. An der Impulsveranstaltung nahmen auch Stephanie Rahlf, Geschäftsführerin Büro KoRiS (Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung) aus Hannover, sowie die Mitarbeiterinnen Janitz Volkers und Elena Rautland teil. KoRiS setzt auf fachübergreifenden kommunikativen Austausch und sieht im gemeinsamen Handeln aller Beteiligten eine wesentliche Voraussetzung für eine zukunftsfähige Stadt- und Regionalentwicklung. „Es lohnt sich immer, einmal den Blick auf eine andere Region, ein anderes Beispiel zu werfen, wenn man hier im Aller-Leine-Tal überlegt, in Richtung regionale Marke weiterzuarbeiten“, machte Geschäftsführerin Rahlf deutlich. Mit dem Hinweis „Man kann von anderen lernen“ stellte sie Markus Pfeifer als Geschäftsführer der Regionalmarke EIFEL GmbH vor. In seinem ungeschminkten Vortrag erläuterte Pfeifer den langen und teilweise schwierigen Weg seiner Gesellschaft, die seit 2004 daran arbeitet, die Konsumbedürfnisse der Eifelbewohner mit ortsansässigen Unternehmen und deren Produkte und Leistungen zusammenzubringen: „Wir wollen damit die Eifel zukunftssicherer machen“, erklärte er. Strenge Qualitätskriterien und Transparenz seien ein wichtiges Gut, um heutzutage beim Verbraucher mit lokalen Produkten erfolgreich anzukommen. Für die beteiligten Unternehmen sei es ganz wichtig, hinter dem EIFEL-Produkt zu stehen. Geschäftsführer Pfeifer präsentierte Flyer und Webseiten, die der Vermarktung der Wertschöpfungs-Regionalmarke EIFEL dienen und lieferte Empfehlungen zur Umsetzung, beispielsweise durch das A.L.T. Sein Fazit lautete: Regionalmarken sind ein „Mega“-Trend. In der sich anschließenden Diskussion wurden unter anderem Fragen nach der Kommunikation zwischen den Akteuren sowie die Einbeziehung großer überregionaler Firmen in das System einer Regionalmarke gestellt. KoRiS-Geschäftsführerin Stephanie Rahlf sammelte die vielen Fragen und Anregungen, beispielsweise wer die Arbeit auf dem Weg zur Regionalmarke Aller-Leine-Tal leisten soll, sich als Motor zur Verfügung stellt. Auf die Frage eines Teilnehmers, mit welchen Produkten eine Regionalmarke A.L.T. funktioniert, antwortete Markus Pfeifer: „Da müssen Sie Ihren eigenen Weg finden.“