Kulturpreis für „Marklendorf in Bewegung“

Detlev Rogoll (von links), Claudia Schiesgeries, Walter Haller, Anke Zurleit und Torsten Grünhagen anlässlich der Bekanntgabe des Kulturpreises 2015, den der SPD-Ortsverein Schwarmstedt jährlich verleiht. Foto: B. Stache

SPD-Ortsverein Schwarmstedt gibt Preisträger 2015 bekannt

Schwarmstedt (st). Die offizielle Verleihung des Kulturpreises 2015 durch den SPD-Ortsverein Schwarmstedt erfolgt am Donnerstag, 26. November, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus am Schützenplatz in Marklendorf. Dies gab der Ortsvereinsvorsitzende Detlev Rogoll am Montagabend in Anwesenheit seiner Stellvertreterin Claudia Schiesgeries im Schwarmstedter Ringhotel Bertram bekannt. „Wir haben diesmal bei unseren Überlegungen auch einmal Ortschaften außerhalb von Schwarmstedt berücksichtigt“, erklärte Rogoll die Entscheidungsfindung des SPD-Ortsvereins bei der Suche nach dem Kulturpreisträger 2015. Die Wahl fiel auf die Initiative „Marklendorf in Bewegung“, die sich neben der Auszeichnung auch über eine finanzielle Zuwendung in Höhe von 300 Euro freuen darf. Bürgermeister Torsten Grünhagen der Gemeinde Buchholz (Aller) nahm als Sprecher der Initiative mit den beiden Mitstreitern Anke Zurleit und Walter Haller an der Bekanntgabe teil. Torsten Grünhagen erläuterte bei dem Treffen die Entstehung der Initiative im 600 Einwohner zählenden Marklendorf. „2011 haben wir unser Dorfgemeinschaftshaus (DGH) nach großem Umbau in Betrieb genommen. Um es mit Leben zu erfüllen, mussten wir neue Wege gehen. Wir haben damals versucht auch Bürger zu erreichen, die nicht in ortsansässigen Vereinen organisiert waren. Bei einer ersten Zusammenkunft sprudelten zahlreiche Ideen zur Nutzung des DGH. Das war die Geburt von Marklendorf in Bewegung.“ Die Initiative, die sich nicht als Konkurrenz zu den Vereinen im Ort versteht, rief 2013 den offenen Bücherschrank ins Leben. Anke Zurleit ist seit der Gründung aktiv dabei und widmet sich mit Schwerpunkt der „Historie Marklendorf“. Sie schreibt derzeit die Geschichte der Ortschaft auf und hat schon viele Bilder und Berichte über das alte Marklendorf gesammelt. Torsten Grünhagen betonte, dass die Teilnahme an der Initiative „Marklendorf in Bewegung“ freiwillig ist. Wer eine Idee für ein Projekt hat und dieses mit der Initiative durchführt, kann danach wieder zur Seite treten. Dies kennzeichnet das erfolgreiche Freiwilligenkonzept. Die erste Veranstaltung der Initiative war ein Flohmarkt, es folgten unter anderem Apfelpflücken mit Kindern und Apfelsaftherstellung, Rübensaftkochen mit alter Presse und historischen Kesseln sowie ein Kartoffelfest im Oktober 2014. Anke Zurleit erinnert sich noch gerne an die dazugehörigen, vielfältigen Aktionen wie Besenbinden, Töpfern, den Schmied, Holzdrechsler oder auch den Flachsanbau und die Herstellung von Leinen. „Im Juni dieses Jahres haben wir ein Straßenfest in Marklendorf organisiert, das besonders gut besucht war. Von dem erwirtschafteten Geld wurden die Hospizarbeit, die Jugendfeuerwehr, die Johanniter-Jugend sowie der Schützenverein Marklendorf für seine Jugendarbeit finanziell unterstützt“, erklärte Walter Haller. „Marklendorf in Bewegung“ hat Vorträge, unter anderem über das Thema Wolf, organisiert und über Bergen-Belsen mit Exkursion zu der Gedenkstätte. Eine Kino-Gruppe ist ebenfalls Bestandteil der Initiative. Auch die Dorfverschönerung hat sie sich auf die Fahnen geschrieben und seit drei Jahren bereits 3000 Narzissen und Krokusse gepflanzt. „Eine Aktion, die großen Zuspruch findet“, weiß Bürgermeister Torsten Grünhagen. „Als Laudator für die Verleihung des Kulturpreises am 26. November in Marklendorf konnten wir Maximilian Schmidt gewinnen“, kündigte Detlev Rogoll an. Maximilian Schmidt ist SPD-Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag für den Landkreis Celle und den Heidekreis.