Lindwedel surft jetzt mit hohen Bandbreiten

Mit dem symbolischen Druck auf grünen Buzzer gaben Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs (v. l.), htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann und Lindwedels Bürgermeister Artur Minke das VDSL für Lindwedel gestern Mittag offiziell frei. Inoffziell waren die 50 Mbit/s natürlich vorher schon verfügbar. Foto: A. Wiese

Samtgemeindebürgermeister Gehrs hofft, dass das nur der Startschuss war

Lindwedel (awi). „Die Breitbrandversorgung ist das Hauptthema bei jeder Bürgerfragestunde“, sagte Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs gestern Mittag in Lindwedel bei der offiziellen Freischaltung der letzten Technik-Komponente, damit Lindwedel, Hope und Adolfsglück jetzt mit hohen Bandbreiten surfen können. In Lindwedel hat htp den VDSL-Ausbau jetzt beendet, aber Gehrs machte gegenüber htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann kein Hehl daraus, dass er hofft, dass das nur der Startschuss für die Samtgemeinde war.
htp stellt nun in den drei Ortsteilen Lindwedel, Hope und Adolfsglück DSL-Bandbreiten bis 50 Mbit/s zur Verfügung. Das sind für die anderen Ortsteile und auch Schwarmstedt selbst noch Traumzahlen. „Wir haben fürs Rathaus gerade eine 6.000er Leitung beikommen. Da muss noch einiges passieren“, sagte Björn Gehrs. Doch er ist mit htp im Gespräch. Anvisiert ist jetzt als nächstes Grindau. Von dort könnten relativ günstig Buchholz und Marklendorf erschlossen werden. Zunächst einmal jedoch ist Lindwedels Bürgermeister Artur Minke froh, dass das Projekt vor seiner Haustür so schnell und erfolgreich umgesetzt wurde. Im März fiel der mit dem Aufbau der Technik-Station in Lindwedel der Startschuss und rund ein halbes Jahr später sind die Arbeiten schon beendet. Adolfsglück surft sogar bereits seit Juli mit hohen Bandbreiten im Netz. Für den Ausbau in den drei Ortsteilen hat htp eine Station in Lindwedel und vier Technik-Shelter aufgebaut: einen in Hope, einen in Adolfsglück und zwei in Lindwedel. 3,5 Kilometer Tiefbau waren notwendig, um die Ortsteile mit dem Hochgeschwindigkeitsnetz der htp zu verbinden. „Dass der Bedarf an hohen Bandbreiten groß ist, war sehr schnell im Laufe unserer Bedarfsabfrage zu sehen“, so htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann. 518 Interessenten haben sich gemeldet, 350 waren mindes-tens notwendig, um den Ausbau wirtschaftlich zu machen. Für den Breitbandausbau in den drei Ortschaften hat htp 470.000 Euro investiert. Öffentliche Fördermittel oder Zuschüsse der Gemeinde gab es nicht, betonten Heitmann und Gehrs gestern vor Ort.