Lindwedel trauert um Rudolf Schneider

Ehemaliger Bürgermeister starb im Alter von 82 Jahren

Schwarmstedt. Am Mittwoch starb im Alter von 82 Jahren der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Lindwedel, Rudolf Schneider. Rudolf Schneider war 29 Jahre Ratsmitglied der Gemeinde Lindwedel und 18 Jahre im Rat der Samtgemeinde Schwarmstedt. In der Zeit vom 7. November 1991 bis 31. Oktober 2001 bekleidete er das Amt des Bürgermeisters der Gemeinde Lindwedel.
In einem Nachruf würdigen Lindwedels Bürgermeister, Artur Minke, und der Samtgemeindebürgermeister, Björn Gehrs, Rudolf Schneider als jemanden, „der sich über viele Jahre in besonderer Weise für die Belange seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger und das Wohl der Samtgemeinde eingesetzt“ hat. Rudolf Schneider sagte von sich: Ich bin mal in die Kommunalpolitik gegangen, weil ich mir gedacht habe: „Man darf nicht nur meckern, man muss auch mitarbeiten“. Und das hat er getan. Fünf Neubaugebiete in zehn Jahren, der Erweiterungsbau des Kindergartens, der zweimalige Anbau an der Grundschule und vor allem die Sporthalle Lindwedel fielen in seine Amtszeit als Lindwedeler Bürgermeister. Nicht zu vergessen die Dorferneuerungsmaßnahmen und die gesamte Entwicklung des Ortes. Die Einwohnerzahl in Lindwedel verdoppelte sich in seiner Amtszeit.
Rudolf Schneider war für die Bürger vor Ort erster Ansprechpartner. Er hatte immer ein offenes Ohr für die Belange der Einwohner und hat diese auch in der Samtgemeinde vertreten: Er gehörte dem Rat der Samtgemeinde vom 1. März 1971 bis zum 30. Juni 1974 und vom 5. Oktober 1986 bis zum 31. Oktober 2001 an.
Bürgernähe wurde bei ihm „groß“ geschrieben.
Geehrt wurde Rudolf Schneider auch vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund im Jahr 2001 für seine langjährige Ratsarbeit und als ein engagierter Bürgermeister mit der silbernen Ehrennadel. Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs: „Rudolf Schneider hat als Bürgermeister mit seiner unermüdlichen ehrenamtlichen Tätigkeit in der Gemeinde Lindwedel deutliche Maßstäbe gesetzt. Wir verlieren mit ihm eine starke Persönlichkeit, der Ehrlichkeit und Gemeinsamkeit sehr wichtig waren.“ Zu Ehren von Rudolf Schneider werden am Tag der Beisetzung in Lindwedel und vor dem Rathaus Schwarmstedt die Fahnen halbmast geflaggt.