Mit dem Schrittzähler auf der Bühne

“Rock You Like Hurricane” – die Scorpions auf ihrer Abschiedstournee in der ausverkauften O2-World in Hamburg vor 12.000 Fans. (Foto: Scorpions)

Scorpions-Gitarrist Rudolf Schenker läuft für die Sporthalle Bothmer

Bothmer. Der Schrittzähler, den Rudolf Schenker, Songwriter und Gitarrist der Scorpions, an seinem rechten Fuß trägt, wenn er auf die Bühne geht, stammt von Johann Lafer. Bei einem Treffen im vergangenen Jahr erzählte Schenker dem Meisterkoch von seinem Engagement als Schirmherr für die Sporthalle in Bothmer und der bot ihm spontan einen Schrittzähler an, den er sich irgendwann einmal zugelegt hatte. Seitdem gehört der kleine Distanzmesser zum Reisegepäck des Musikers. Schenker tourt mit den Scorpions seit dem Frühjahr 2010 um die Welt. Seine Konzertverpflichtungen führen ihn durch Europa, USA, Südamerika und Asien. 89 Konzerte liegen auf der Farewell-Tour bereits hinter ihm. 89 Auftritte, bei denen er auf den Bühnen zwischen Hannover und Laz Paz, Thessaloniki und Dijon Hunderte von Kilometern für die Sporthalle in Bothmer zusammen gerockt hat. Und während für die Scorpions noch lange kein Ende der Welttournee in Sicht ist - nicht einmal sie selbst wissen, wann und wo die Abschiedstour enden wird, sind die Sportlerinnen und Sportler, die mit ihrem Engagement den Sporthallenbau in Bothmer unterstützen, ihrem Ziel schon etwas näher. Gut drei Viertel der Strecke sind geschafft. Mehr als 60.000 Kilometer haben kleine und große Sportler, allein oder in Gruppen, zurückgelegt, unter anderem zu Fuß, mit dem Fahrrad, beim Schwimmen, auf dem Crosstrainer oder dem Laufband.
Von Bothmer führt die virtuelle Weltumrundung über Paris, Dakar, Nairobi, Haifa/Jerusalem, Tokio, Buenos Aires, Bogota, New York, St. Petersburg, Berlin, Hannover und viele andere Weltstädte wieder zurück nach Bothmer. Informationen dazu gibt es im Internet unter www.eine-halle-fuer-alle.de. Bis zur nächsten Stadt, Bogota, sind es nur noch knapp 1600 Kilometer. Für jede Stadt, die erreicht wird, übernimmt eine Privatperson oder ein Unternehmen die Patenschaft und spendet einen Geldbetrag. Geld, das dringend für den Bau der Halle gebraucht wird, denn die Sportstätte entsteht in privater Trägerschaft unter Federführung der Sportvereinigung Bothmer-Norddrebber als Bauherr. Nur noch 24.000 Kilometer müssen bis zum Ziel Bothmer gesammelt werden. Und auf der Baustelle der Sporthalle werden noch einige Arbeitsstunden bis zur Fertigstellung der Sporthalle zu leisten sein. Der Erfolg der virtuellen Weltumrundung, die Spendenbereitschaft der Bevölkerung und Unternehmen und die immer neuen, kreativen Veranstaltungsideen zu Gunsten der Halle motivieren jeden Tag auf´s Neue, lassen Mütter, Väter, Onkel, Tanten und Unterstützer der Sporthallen-Initiative in Bothmer mauern, nageln, hämmern und streichen - bis die Sporthalle fertig gestellt ist.
Und Rudolf Schenker ? Der taucht trotz seines engen Tourneeplans immer mal in Bothmer auf der Sporthallenbaustelle auf, freut sich über die Baufortschritte und denkt nicht nur leise darüber nach, was er tun kann, damit so bald wie möglich Einweihung gefeiert werden kann.