Mittelzuweisungen des Landes für das Projekt EFi erreichen Landkreis

Kreis SFA. „21.750 Euro zur Unterstützung für Elternarbeit, Frühe Hilfen und Migrationshilfen (EFi) erhält jetzt der Landkreis Soltau-Fallingbostel als Anschubfinanzierung durch das Land Niedersachsen,“ so die CDU Landtagsabgeordneten Karl-Ludwig von Danwitz und Gudrun Pieper. Wie die Abgeordneten erklärten, hat jedes vierte Kind in Niedersachsen einen Migrationshintergrund. Bei den Kindern unter sechs Jahren erhöht sich dieser Anteil auf 30 Prozent. Angebote der Elternbildung und der Kinder- und Jugendhilfe werden von Migrationsfamilien aber nur selten in Anspruch genommen. Mit dem Projekt "EFi - Elternarbeit, Frühe Hilfen und Migrationsfamilien" will das Land Niedersachsen den Landkreis Soltau-Fallingbostel als Träger der freien Jugendhilfe dabei fördern, die Elternarbeit mit Migrationsfamilien in ihrem Zuständigkeitsbereich zu intensivieren. Ziel ist vor allem eine strukturellere und damit nachhaltige Vernetzung der Bereiche Elternarbeit, Elternbildung und Frühe Hilfen mit dem Bereich Integration und Migration. Angebote der Elternarbeit und Früher Hilfen sollen Migrationsfamilien durch niedrigschwellige, spezifische Zugänge besser erreichen. Dafür sollen die besonderen Anforderungen vor dem Hintergrund spezifischer Wert- und Erziehungsvorstellungen identifiziert und berücksichtigt werden. Die Einbindung von Vertrauenspersonen mit eigenem Migrationshintergrund und die persönliche Ansprache der Eltern durch diese Vertrauenspersonen stellen hier gute Möglichkeiten dar: gefragt sind Integrations- und Erziehungslotsinnen und -lotsen, Elternmedientrainerinnen und -trainern sowie andere interessierte Ehrenamtliche.
In die Zusammenarbeit einbezogen werden sollen auch Träger der Elternarbeit und Früher Hilfen mit Institutionen der Kooperativen Migrationsarbeit Niedersachsen (KMN), den kommunalen Leitstellen Integration sowie Migrantenselbstorganisationen. Das örtliche Familienbüro übernimmt dabei eine wichtige Funktion. Es bietet Integrations- und Erziehungslotsinnen und -lotsen sowie anderen Ehrenamtlichen eine Arbeitsstruktur, können Angebote bündeln und die Kooperation von Institutionen initiieren und absichern. Im Landkreis übernimmt das Jugendamt dabei die beratende Rolle. Es ist vorgesehen, eine wissenschaftliche Begleitung in das Projekt einzubinden. Der Bewilligungszeitraum ist vom 1. Dezember 2010 bis zum 31. Dezember 2011, in dem auch die Landeszuwendung zu verwenden ist. „Wir haben hier jetzt die einmalige Chance, Hilfen zu installieren, die dann auch später weitergeführt werden können. Es muss jedoch von vornherein klar sein, dass das Land nicht in eine Dauerfinanzierung eintritt, aber Anschubförderung gewährleistet. Darüber sind wir sehr froh, zumal das Land die vollen 50 Prozent bewilligt hat und somit das Projekt mit Gesamtkosten von 43.500 Euro unterstützt“, so Pieper und von Danwitz abschließend.