Neue Stromtrassenplanungen

Bürger sollen sich einbringen

Schwarmstedt/Gilten. Die Firma Tennet hat ihre neuen Planungen für die Südlink-Stromtrasse vorgestellt. Betroffen von den Planungen ist auch die Samtgemeinde Schwarmstedt. Es gibt nun einen neuen Trassenverlauf zwischen Norddrebber und Suderbruch, wie aus Karten hervorgeht. Weitere Detailinformationen über den Trassenverlauf liegen der Gemeinde jedoch noch nicht vor. Sie wurden auch nicht bei einer Informationsveranstaltung von Tennet für Mandatsträger vorgestellt. Zugesichert wurde aber eine Informationsveranstaltung für alle Bürger, die Tennet und der Heidekreis voraussichtlich am 7. November in Walsrode durchführen werden, berichten Giltens Bürgermeister Erich Lohse und Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs, die gemeinsam mit Ratsmitgliedern am Dienstag erste Informationen erhielten. Die Gemeinde ruft alle Bürger zur Beteiligung auf, damit die örtlichen Belange eingebracht werden können. Informationen zum Vorhaben gibt es auch im Internet unter www.tennet.eu. Positiv ist aber zu bewerten, dass die Trasse komplett erdverkabelt werden soll. Sie liegt also unter der Erde und es sind keine Freileitungen mehr geplant. Hier hat der Protest der Bürger und Kommunen offenbar Wirkung gezeigt. Ebenfalls noch nicht entschieden ist, ob die Trasse in der Gemeinde Gilten gebaut wird oder die Alternative zwischen Celle und Hambühren gewählt wird.
Mit den Neuplanungen sind auch die Trassenvorschläge Vergangenheit, die vor rund zwei Jahren vorgestellt wurden. Die seinerzeit in die Diskussion gebrachte Trasse quer über den Esseler Badesee, entlang der Autobahn durch Gewerbegebiete, Windparks, Trinkwassergewinnungsgebiet Fuhrberger Feld, Allerniederung, FFH-Gebiet und Europäisches Vogelschutzgebiet sind Geschichte und in den neuen Planungen nicht mehr enthalten. „Vom Tisch sind damit auch die fachlich unausgereiften und offenbar ohne jede Ortskenntnis abgegebenen Vorschläge des Landkreises Celle, die eine Verlegung der Trasse aus dem Celler Raum in unsere Allerniederung vorgesehen haben“, freut sich Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs. „Persönlich finde ich es aber auch gut, dass die umstrittene Trassenführung mit Freileitungen westlich von Wietze und Winsen ebenfalls nicht weiter verfolgt wird, da dies einen großen Eingriff für das Allertal bedeutet hätte“, ergänzt Gehrs. Die Gemeinde wird sich intensiv weiter mit den Planungen beschäftigen.