„Notwendige Zusammenarbeit von Organisationen und Verbänden zum Wohl der älteren Menschen im Landkreis“

Lars Klingbeil besuchte die Johanniter. Foto: U. Fischer

MdB Lars Klingbeil besucht Johanniter-Stützpunkt in Hodenhagen

Hodenhagen. Auf seiner Sommertour besuchte Bundestagsabgeordneter Lars Klingbeil in Begleitung des Hodenhagener Bürgermeisters Karl-Gerhard Tamke jetzt den Ortsverband Aller-Leine der Johanniter-Unfall-Hilfe. Im Johanniter-Stützpunkt Hodenhagen informierten Ortsbeauftragter Hermann Völker und Dienststellenleiter Klaus Kramer Klingbeil und Tamke über die Aktivitäten der Johanniter im Landkreis Soltau-Fallingbostel. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Vorstellung des Mobilen Sozialen Hilfsdienstes (MSHD) der Johanniter, ein Betreuungsangebot, das jetzt auch in der Samtgemeinde Ahlden angeboten wird. Die Johanniter des Ortsverbandes Aller-Leine sind mit einem Teil ihrer Angebote im gesamten Landkreis tätig“, beschrieb Völker das Einsatzgebiet. Neben Hausnotruf und Erste-Hilfe-Ausbildung, die von Schwarmstedt bis Munster und Schneverdingen angeboten werden, halten die Johanniter zwei Rettungswachen in Schwarmstedt und Rethem und eine Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) in Hodenhagen vor. Zur Unterstützung von Autobahnpolizei und Rettungsdienst sind Stauhilfemotorräder der Johanniter auf der A7 von Hamburg bis Göttingen im Einsatz. Darüber hinaus hat der Ortsverband eine aktive Jugendgruppe, die aus 15 Kindern und Jugendlichen besteht. Ein weiterer Aufgabenbereich der Johanniter ist der Mobile Soziale Hilfsdienst (MSHD). Das Betreuungsangebot für Familien, Senioren, kranke und behinderte Menschen besteht seit drei Jahren in der Samtgemeinde Schwarmstedt. Mit Unterstützung der Samtgemeinde Ahlden, die einen Zuschuss von 2.000 Euro bewilligt hat, werden die Johanniter das MSHD-Angebot jetzt auch in der Samtgemeinde Ahlden ausbauen.
Monika Willenberg, Leiterin des MSHD, stellte Klingbeil und Tamke die Einsatzbereiche ihrer Mitarbeiter vor. „Mit dem Mobilen Sozialen Hilfsdienst schließen wir die Lücke, die entsteht, wenn ältere Menschen noch in ihren eigenen Wänden wohnen bleiben möchten, aber schon auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind“, erklärte Willenberg. „Auf der anderen Seite betreuen wir Familien, wenn zum Beispiel ein Elternteil erkrankt ist, oder kranke und behinderte Menschen. Je nach Bedarf sind wir dabei für eine Stunde oder auch tageweise bei den Patienten.“ Wie hoch der Bedarf für das Betreuungsangebot ist, zeigen die Zahlen aus Schwarmstedt. Über 2.000 Einsätze sind allein im vergangenen Jahr geleistet worden, Tendenz steigend. „Die Bevölkerungsentwicklung in den nächsten zehn Jahren wird zu einem sehr großen Anstieg der Anzahl von älteren Menschen und Pflegebedürftigen im Landkreis führen. Darauf müssen die Gemeinden reagieren“, so Klingbeil. „Die Herausforderungen, die dieser demografische Wandel mit sich bringt, sind nur zu bewältigen, wenn Gemeinden, Verbände und Organisationen an einem Strang ziehen“, ist sich Tamke sicher. Dafür müssten Angebote koordiniert werden und dürften nicht in Konkurrenz zueinander stehen. Für den MSHD arbeitet ein Kreis von gut 30 ehrenamtlichen Betreuern, darunter auch drei Männer, die für ihre Arbeit lediglich eine Aufwandsentschädigung erhalten. „Nicht der Verdienst steht für sie im Vordergrund, sondern eine Tätigkeit, die sinngebend und erfüllend ist, aber nicht den Stress verursacht, der eine Voll- oder Teilzeitarbeit mit sich bringt“, so Willenberg. Für die Samtgemeinde hat Bürgermeister Tamke schon klare Vorstellungen: „Es wäre natürlich am Besten, wenn für die Betreuung der Menschen in der Samtgemeinde Ahlden Mitarbeiter hier vor Ort gefunden werden können. Die Betreuer würden Dorf und Leute kennen und auch für Mund-zu-Mund-Propaganda sorgen.“
Klingbeil zeigte sich beeindruckt von der Arbeit des MSHD. „Ich bin überzeugt von dem, was Sie tun, und halte es für absolut richtig. Manch einer kann sich davon eine Scheibe abschneiden“, so Klingbeils Lob zum Abschluss. Informationen zur Johanniter-Unfall-Hilfe unter www.johanniter.de