PaC-Coachinggruppe verabschiedet

PaC-Managerin Nicole Mittelstaedt (links) mit Offiziellen und Teilnehmern der PaC-Coachinggruppe beim Abschlussfoto. Foto: B. Stache
 
PaC-Managerin Nicole Mittelstaedt bedankt sich bei Axel Dettmer (links) und Uwe Brandes für ihr Coaching. Foto: B. Stache

Viel Lob für Managerin Nicole Mittelstaedt und die beiden Coaches

Buchholz (Aller) (st). Nach zwei Jahren intensiver Beschäftigung mit dem Themenbereich „Gewaltprävention und soziales Lernen im Verbund“ gab es zum erfolgreichen Abschluss des PaC-Bausteins „Coaching“ für alle Teilnehmer die verdiente Urkunde. Nicole Mittelstaedt, seit 2014 PaC-Managerin der Samtgemeinde Schwarmstedt, war mit Samtgemeindebürgermeister Björn Gehrs, weiteren Offiziellen und Coaching-Teilnehmern zum Seminarabschluss zu einer kleinen Feierstunde im Feuerwehrgerätehaus Buchholz zusammengekommen. „PaC – Prävention als Chance“ wird Kommunen von den Programmträgern Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen und Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover/Landesunfallkasse Niedersachsen in enger Kooperation mit dem Niedersächsischen Kultusministerium als nachhaltige und ganzheitliche Prävention angeboten. Um Stärken und Kompetenzen von Erziehern und Lehrkräften zu stärken, beinhaltet PaC auch den Baustein „Coaching“. Dieser fand nun in der Samtgemeinde Schwarmstedt seinen feierlichen Abschluss: Lehrkräfte von Grundschulen, Förderschule sowie KGS hatten über einen Zeitraum von zwei Jahren an 100 Coaching-Stunden teilgenommen. Nicole Mittelstaedt dankte allen Beteiligten für ihr PaC-Engagement. Die Coaching-Teilnehmer erhielten Urkunden, Blumen und etwas Süßes. Besonderer Dank wurde den beiden Coaches Axel Dettmer, Schulleiter der Oberschule Berenbostel, und Uwe Brandes, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut und Geschäftsführer Winnicott-Institut Hannover, zuteil. Die PaC-Managerin sprach der Sparkassenstiftung Walsrode für die finanzielle Unterstützung sowie dem Präventionsrat der Samtgemeinde, der die Fortbildung im Rahmen des Coaching-Bausteins erst ermöglicht habe, ihren Dank aus. Sie erinnerte auch an die gute Zusammenarbeit mit dem Präventionsrat, „die schon immer besteht“. Polizeibeamtin Susanne Gremmler verwies in ihrem Statement als LKA-Repräsentantin zum Thema Prävention auf die Bedeutung von Vernetzung in der Kommune. „Wir wollen insgesamt dazu beitragen, dass es Kindern und Jugendlichen gut geht“, formulierte sie. PaC trage dazu bei, dass Kinder und Jugendliche gestanden und gestärkt ins Leben starten können. „PaC ist kein Projekt, das irgendwo anfängt und übermorgen wieder fertig ist“, machte Susanne Gremmler deutlich. PaC ändere Einstellungen in einer ganzen Kommune zu Prävention, zum Umgang miteinander und auch zur Frage, wie wollen wir mit unseren Kindern und Jugendlichen verfahren. Sie sagte der Samtgemeinde Schwarmstedt für das PaC-Programm auch weiterhin Unterstützung zu. Coach Axel Dettmer erinnerte daran, dass ein Großteil der PaC-Fortbildungsstunden außerhalb der regulären Unterrichtsverpflichtungen der Lehrkräfte stattgefunden habe, überwiegend am Freitagnachmittag und an Sonnabenden. „Das spricht schon für ein hohes Engagement“, lobte er. An PaC-Managerin Nicole Mittelstaedt gewandt, ergänzte er: „Wir wissen es sehr zu schätzen, wie du dich hier engagiert hast. Das übersteigt das Geforderte bei Weitem. Du hast dazu beigetragen, dass wir uns hier sehr wohlgefühlt haben.“ Kritische Worte fand der Schulleiter aus Berenbostel zum Thema Inklusion. Es werde mittlerweile nur noch „inklusiv gedacht“. Alle Kinder kämen in eine Schule und würden in eine Klasse gesteckt. „Die Kolleginnen und Kollegen werden letztendlich ein Stück allein gelassen, weil einfach der Rahmen für eine gut funktionierende und wünschenswerte Inklusion nicht gegeben wird“, führte der Pädagoge aus und betonte die Bedeutung solcher PaC-Fortbildungen. „Das Tolle an dieser Fortbildung ist: Der Erfolg lässt sich nicht verhindern.“ Psychotherapeut Uwe Brandes erinnerte die Teilnehmer an die beiden zurückliegenden Coaching-Jahre. „Ihr habt euch aktiv mit euren Fragen und Konflikten in diese Fortbildung eingebracht und dabei ganz viel Mut und Vertrauen gezeigt.“ Die Lehrkräfte seien gestärkt aus diesem Programm herausgekommen, unterstrich er. Mit dem Satz „Ich bin nur ein Lehrer“ erinnerte Uwe Brandes die Coaching-Teilnehmer an ihre eigentliche pädagogische Aufgabe. „Es ist nicht eure Aufgabe, beispielsweise kranke Kinder zu heilen. Man kann nicht alles und ist nicht für alles verantwortlich“, mahnte der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut mit Hinweis auf die dafür zuständigen Stellen.