Pieper und Winkelmann: Stundenausfall an vielen Schulen – auch der Heidekreis ist betroffen

Heidekreis. Die CDU-Landtagsabgeordneten Gudrun Pieper und Lutz Winkelmann zeigen sich bestürzt über die jetzt vorliegenden Daten zur Versorgung der allgemein bildenden Schulen mit Lehrkräften. „99,5 Prozent Unterrichtsversorgung – das ist ein bedenklicher Wert, der für viele Schulen Stundenausfall bedeutet. In nur drei Jahren hat Kultusministerin Heiligenstadt (SPD) mit ihrer verfehlten Schulpolitik die Unterrichtsversorgung in Niedersachsen vor die Wand gefahren“, sagt Pieper.
In einzelnen Landkreisen werden nach Angaben des Kultusministeriums sogar nur rund 96 Prozent erreicht. Landesweit liegen Haupt- und Realschulen, Oberschulen, Förderschulen, Gymnasien und Gesamtschulen allesamt unter 100 Prozent. „Die Situation ist besorgniserregend. Eine so schlechte Unterrichtsversorgung hat es in Niedersachsen in den letzten zehn Jahren nicht gegeben“, sagt Winkelmann.
Im Landkreis Heidekreis beträgt der statistische Durchschnittswert für alle Schulen 99,6 Prozent, wie die CDU-Abgeordneten beim Kultusministerium erfragt haben.
Pieper betont, dass die Durchschnittswerte vom Stichtag 15. September 2015 nichts über die tatsächliche Lehrerversorgung an den einzelnen Schulen aussagen. Darum haben sich die Abgeordneten auch die Daten für alle Schulen des Heidekreises vorlegen lassen. „Es zeigen sich an vielen Schulen große Lücken. Zum Beispiel weist die KGS in Schneverdingen nur eine Unterrichtsversorgung von 94,9 Prozent und die Oberschule Bad Fallingbostel nur 93,6 Prozent“, stellten die Abgeordneten fest.
Die Kultusministerin habe im Januar im Landtag einräumen müssen, dass es Schwierigkeiten bei der Besetzung von Lehrerstellen an Grundschulen, Oberschulen, Haupt- und Realschulen gebe. Damit sei auch für das zweite Schulhalbjahr in Niedersachsens Schulen keine Besserung bei der Unterrichtsversorgung in Sicht ist. „Die Kultusministerin hat kein Konzept gegen den Lehrermangel. Anstatt zuzugeben, dass sie mit ihren falschen Entscheidungen die Situation erst verursacht hat, verweist sie auf die Flüchtlingskinder. Niedersachsen verdient eine Landesregierung, die Probleme löst. Mit dieser Kultusministerin wird das nicht gelingen“, sagt Winkelmann.
Wenn krankheitsbedingte Ausfälle hinzukommen, verschlechtert sich die Situation an den Schulen noch weiter. „Die Landesregierung darf nicht auf eine weitere Verschlechterung der Unterrichtsversorgung warten. Ich erwarte, dass die Kultusministerin die Initiative ergreift und im Sinne aller Beteiligten endlich handelt“, forderte Pieper.