Politik hautnah – Jugendliche erkunden Berlin

Heidekreis/Berlin. 16 Jugendliche und vier Betreuungskräfte von der kreiseigenen Jugendwerkstatt TuWat und vom Projekt JUGEND STÄRKEN des Heidekreises nahmen jetzt an einer zweitägigen politischen Bildungsfahrt nach Berlin teil. Ziel der Reise war es, Politik hautnah zu erleben und die Bundeshauptstadt kennenzulernen. Dank einer Spende des inzwischen aufgelösten Ausbildungsverbundes Bomlitz war es möglich, für Jugendliche unter anderem diese Bildungsfahrt durchzuführen.
Mit der Bahn ging es nach Berlin. Vom nahe gelegenen Washington Platz waren das Reichstagsgebäude und das Paul-Löbe-Haus bereits zu sehen, sodass das Ziel einfach zu finden war. Auf dem Programm stand als erstes ein interessantes Gespräch mit MdB Lars Klingbeil. Bereitwillig beantwortete Lars Klingbeil alle Fragen der Jugendlichen zu seiner Person, seiner Arbeit und dem aktuellen Thema Flüchtlinge. Es entwickelte sich ein lebhafter Austausch. Die sich anschließende Informationsveranstaltung im Besucherbereich des Plenarsaals des Bundestages frischte das vor der Fahrt erarbeitete Wissen über Politik auf und gewährte Einblicke in das Herzstück der parlamentarischen Demokratie. Die Sicherheitsschleusen, die hierfür passiert werden mussten, stellten mit den Personenkontrollen und dem Durchleuchten des Gepäcks ein nicht alltägliches Erlebnis dar. Der Besuch der Glaskuppel des Reichstagsgebäudes ermöglichte bei strahlend blauem Himmel einen weiten Blick über Berlin mit seinen beeindruckenden Gebäuden. Diese wurden mithilfe von Audioguides erläutert. Als nächster geschichtsträchtiger Ort führte der Weg zum Brandenburger Tor. Die im öffentlichen Raum stattfindende Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte wie das Holocaust-Mahnmal, Mauerreste oder die Ausstellung „Topografie des Terrors“ über die Zeit des Nationalsozialismus konfrontierte die Jugendlichen mit der Vergangenheit, so auch die Ausstellung über den Kalten Krieg am Checkpoint Charlie.
Die Unterkunft in Berlin Mitte machte es möglich, dass alle Strecken während des Aufenthalts zu Fuß bewältigt werden konnten. Die vielen gemeinsamen Stunden und Erlebnisse schweißten die Gruppe enger zusammen und verbesserten das Miteinander nachhaltig. In ihrer Freizeit konnten die Jugendlichen Berlin in Klein-gruppen auf eigene Faust erkunden und die Hauptstadt mit ihren vielfältigen Facetten auf sich wirken lassen. Für die meisten war dies der erste Besuch Berlins, aber mit ihrer Begeisterung für diese Stadt wird es bestimmt nicht der Letzte bleiben.
Nach zwei vollen Tagen endete die Reise mit müden Füßen und Erschöpfung von den vielfältigen Eindrücken mit dem Fazit: Berlin ist eine faszinierende Stadt und unbedingt eine Reise wert!